Eingestrichen, zweigestrichen u. s. w. nennt man in der Musik die Töne der verschiedenen Oktaven von unten aufsteigend. Die Bezeichnung rührt von der jetzt außer Gebrauch gekommenen deutschen Tabulatur (s. d.) her. Tiefer als die gestrichenen Oktaven liegen die große und kleine Oktave, und unter diesen befinden sich noch sog. Kontratöne. Die kleine Oktave, sowie die obere Hälfte der großen ist das Gebiet der Baßstimme; der Tenor singt in der kleinen und in der eingestrichenen Oktave; für den Alt ist dieeingestrichene Oktave das eigentliche Gebiet, wie für den Sopran die zweigestrichene.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 824Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei