FeedEinsiedel
ErdkundeBrockhaus 1882

Einsiedel, Dorf in der sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, Amtshauptmannschaft Chemnitz, an der Zwönitz und an der Linie Chemnitz-Aue-Adorf der Sächsischen Staatsbahn, zählt (1880) 2313 E., die eine Baumwollspinnerei, Maschinen⸗, Strumpfwaren- und Papierfabriken unterhalten. „Einsiedel, württemb. Hofdomänengut, mit trefflicher Bewirtschaftung, Viehhaltung und Käserei. Es gehört zum Dorfe Kirchentellinsfurt, am Einflusse der Echaz in den Neckar, im Schwarzwaldkreise, Oberamt Tübingen. E. war ursprünglich ein vom Grafen Eberhard dem ÄAltern erbautes Jagdschloß, welches derselbe 1492 in ein adeliges Chorherrenstift zu St. Peter verwandelte; 1580 brannte es ab, und an die Stelle wurde wieder ein Jagdschloß, später vom Herzog Karl ein Lustschloß gebaut, welches auch nicht mehr vorhanden ist. Hier wurden viele röm. Silbermünzen gefunden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 835Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6