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ErdkundeBrockhaus 1882

Eibenstock, Stadt in der vönigl. sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, Amtshauptmannschaft Schwarzenberg, unweit der Mulde und an der Chemnitz-Aue-Adorfer Eisenbahn, ist Sitz eines Amtsgerichts, Hauptzollamts, einer Oberforstmeisterei und zweier Forstrevierverwaltungen und liegt teils auf einem Plateau, teils in zwei ansioßenden Thalzügen, deren Gewässer sich inneralb der Stadt vereinigen und in die Zwickauer ulde münden. Sehenswert — die in roman. Stil erbaute neue Kirche mit schlankem Turm und schönem Altarbild. Die Stadt zählt (1880) 6706 E. und ist Hauptsitz der Seiden⸗,Tüll⸗ und Mullstickerei mittels der Stickmaschinen, sowie der Lemnde estigung mittels der Näh⸗ und Tamburiernadel; letztere wurde 1775 durch Klara Angermann aus Thorn scha eingeführt. Die Stadt kam 1533 mit der Herrschaft Schwarzenberg durch Kauf an Sachsen. Eibisch, Pflanzenhattung, s. Alt haea.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 798Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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