Erdpfeiler oder Erdpyramiden sind spitzkonische Säulen von Lehm, feinem Schutt oder thonigem Sand, welche gewöhnlich auf ihrer Spitze knopf⸗ oder kappenartig von einem größern Ge516 Hurttel gekrönt werden. Letztere sind es, welche ie Entstehung der E. bedingten, indem sie ihre Unterlage vor dem einschneidenden und wegspülenden Einflusse der atmosphärischen Niederschläge schirmten. Am ausgezeichnetsten sind die E. in der Nähe von Bozen in Südtirol entwickelt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 274Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei