Evernia Ach., Flechtengattung, deren wenige Arten auf Bäumen, alten Zäunen oder Schindeldächern u. dgl. wachsen. Es sind ansehnliche Flechten mit bandartig-flachem Thallus von graugrüner Farbe, der auf der Unterseite gewöhnlich anders gefärbt ist. Sie bilden selten Apothecien (s. Flechten), welche eine schüsselförmige Gestalt haben und rotbraun gefürbt sind. Die beiden bekanntesten Arten sind E. furfuracea Fr. und E. prunastri Ach. Die erstere, deren Thallus auf der Unterseite schwärzlich aussieht, kommt hauptsächlich auf Nadelhölzern vor, die letztere mit unterseits weißem Thallus meist auf Obstbäumen. Beide finden sich in Deutschland sehr häufig und bilden, da sie in großen Mengen vorkommen, einen lästigen Uberzug der Bäume, der für diese schädlich wird. Hauptsächlich ist E. prunastri für die Pflaumenbäume und andere Obstbäume gefährlich, die sehr leicht infolge des Überzugs dürr werden. Man entfernt diese Flechten am besten durch Abkratzen der Aste.