FeedFerruchi
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Ferruchi oder Farruchi (Abu 'l-Hasan Ali al⸗), aus Sedschestan (Sistan), pers. Dichter am Hofe des Ghaznawiden Mahmud (997 —1030), ein Zögling des Unguri (Angari), gest. 1077. Nach den Berichten der Litterarhistoriker ist F. der Begründer der pers. Metrik und Poetik und zugleich durch seine Schreibweise ein Bildner des Prosastils. Es werden von ihm angeführt die KNawadiru -Hloghat (seltene Erscheinungen der Lexikographie) und der Tardschamànu U-baläghato oder Dolmetsch der Beredsamkeity (rhetorische Künste); von seinen Kassideno oder Lobgedichteno befindet sich eine Handschrift im East India House in London, veröffentlicht sind nur Fragmente in pers. Anthologien, z. B. ein Gedicht in der von Stürmer (Wien 1778, S. 73), welches auch Hammer (Schöne Redekünste Persienso, S. 47) übersetzt hat. Der Dichterbiograph Dauletschäh (schrieb 1487) berichtet, daß der Diwand des F. in den Ländern jenseit des Oxus sehr verbreitet, in Chorasan aber vergessen sei. Vgl. «Haji Khalfav, herausg. 98. 2 (Bd. 2, S. 277; Bd. 3, S. 300; Bd. 6,

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 709Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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