Ibn-al-Färidh (Abũ Hafs Omar), einer der bedeutendsten arabischen mystischen Dichter, geb. in Kairo im J. 576 der Hedschra (1181 n. Chr.), gest. daselbst im J. 632 (1235 n. Chr.). Seine Gedichte nd zum groößten Teil wegen der vielen mystischen llegorien schwer verständlich, aber voll der schönsten poetischen Bilder. Das eine seiner Gedichte, Ta ijahy genannt (so genannt, weil alle Doppelverse auf t endigen), ist von J. von Hammer-Purgstall unter dem Titel «Das arab. Hohe Lied der Lieber (Wien 1854) mit lübersetzung herausgegeben, der „Divän» (mit arab. Kommentar) in Marseille (1853) im Druck erschienen. bn-Arabshäh (Ahmed ben Muhammed al-Isferä ini), ein vielseitiger arab. Schriftsteller, gest. im J. 854 der Hedschra (1450 n. Chr.) zu Damascus, seinem Geburtsorte. Er verfaßte eine interessante Geschichte des Tamerlan, herausg. von Jak. Golins (Leiden 1636, und in Kalkutta, 1812; 2. Ausg. 1818) und übersetzt lat. von Manger (Leeuwarden 1767 — 72), frz. von Vattier (Par. 1658). Großes Interesse nimmt ein anderes Werk J.3 in Anspruch, welches eigentlich eine Anweisung zur Erziehung von Fürstensöhnen ist (arab. u. lat. herausg. von G. W. Freytag unter dem Titel: Fructus imperatorum et jocatio ingeniosorumv, 2 Bde., Bonn 1832—52).