Fick (Adolf), Physiolog, geb. zu Kassel 3. Sept. 1829, widmete sich mediz. Studien und habilitierte sich 1852 zu Zürich, wo er 1856 eine außerord. und Umwe die ord. Professur der Physiologie an der niversität erhielt. Seit 1868 wirkt er in gleicher Eigenschaft zu Würzburg. Seine Hauptwerke sind: „Die mediz. Physiko (Braunschw. 1857; 2. Aufl. 1866), ursprünglich ein für Mediziner bestimmter Supplementband zu Pouillet-Müllers Lehrbuch der Physiko, „Kompendium der Physiologie des Menschen mit Einschluß der Entwickelungsgeschichte⸗ (Wien 1860; 3. Aufl. 1882), Anatomie und Physiologie der Sinney (Lahr 1862). Hieran reihen sich: »Die Naturkräfte in ihrer Wechselbeziehung⸗ (Würzb. 1869), in populären Vorträgen. Für Hermanns „Handbuch der Physiologies bearbeitete er die spezielle Bewegungslehre, die Dioptrik des Auges und die Lehre von den Lichtempfindungen (Lpz. 1879). Ferner veröffentlichte er: Mechan. Arbeit und Wärmeentwickelung bei der Muskelthätigkeito (Bd. 67 der „Internationalen wissenschaftlichen Bibliotheko, Lpz. 1882), Ursache und Wirkung. Ein erkenntnistheoretischer Versuch? (Kass. 1882), „Das Größengebiet der vier Rechnungsartend (Opz. 1880), «Philos. —⁰— über die Wahrscheinlichkeiteno (Würzb. 1883). ahlreiche Abhandlungen und Aufsätze hat F. in Fachzeitschriften veröffentlicht. Sie sind teilweise 3 Labora: erschienen als Arbeiten aus dem physiol. Laboratorium der würzburger Hochschuler (Würzb. 1874).