Finale (lital.) nennt man in der Musik jeden letzten Satz eines größern Instrumentalstücks (einer Symphonie, Sonate, eines Konzerts u. s. w.), sowie auch das Schlußstück eines Opernakts. In letzterer Beziehung besteht das F. gemeiniglich aus mehrern vielstimmigen Sätzen von verschiedenem Charakter, bei denen die Handlung fortrückt, zu irgend einer Katastrophe drängt, wobei abgeschlossene, breit ausgeführte Arien nicht am Orte sind. In früherer Zeit hatte die Opera seria keine F. in diesem Sinne, und es war in der Opera buffa, wo Nicolo Logroscino (um 1750) zuerst den Versuch machte, den Scenen durch Perschiedenarti) abbrechende und eintretende Stimmen eine größere Lebendigkeit zu verleihen. Doch hat erst N. Piccinni in seiner Cecchina (1760) die vielstimmigen und wechselreichen scenischen Musikstücke als Aktschlüsse eingeführt, die seitdem beibehalten und weiter ausgebildet sind.