Flameng (Leop.), Stecher und Radierer, geb. in Brüssel 22. Nov. 1831, war Schüler Calamattas und ließ sich in den funfziger Jahren zu Paris nieder. Er entwickelte nun eine äußerst fruchtbare Thätigkeit, indem er für die ausgezeichnetsten Kunstjournale Frankreichs Radierungen und Kupferstiche lieferte, besonders für die pariser Gazette des beaux-artso. Seine Manier schließt sich an diejenige der Niederländer des 17. Jahrh. an und strebt nach verwandter malerischer Wirkung. Weniger glücklich in selbständigen Motiven, versteht F. vorzüglich die Leistungen der Rembrandtschen Schule nachzubilden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 870Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei