FeedGaucherel (Léon)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Gaucherel (Léon), franz. Maler und Radierer, eb. 20. Mai 1816 in Paris, war ein Schüler des rchitekten und Archäologen Viollet-le⸗-Duc. Da G. seinen Meister auf dessen Studienreisen in Süditalien begleitete, diente er den Bestrebungen desselben durch Aufnahmen jener mittelalterlichen Bildhauerwerke und sonstiger Kunstgebilde, welcheViolletle-Due vorzugsweise für seine Werke ins Auge faßte. Von dieser mehr architektonischen Art des Zeichnens wendete sich G. später ab, indem er durch das Mittel der Radierung sich die 1 f erwarb, auch Landschaften darzustellen un Rad Aufnahmen von alten Bauten zu liefern. G.s Radierungen schmückten zahlreiche Jahrgänge der Gazette des beauxartso, des Journals «L'Arty; viele seiner Aufnahmen sind nach Originalen alter Meister vollendet. So hat man vorzüglich durchgeführte Blätter nach Hobbema von ihm, auch versuchte er sich mit Glück im Porträtfache. Zu seinen gelungensten Arbeiten gehört der Abend in Arromanches und das Haus des Tintoretto. Seine Olgemälde sind selten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 593Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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