Grimaldi (Gianfrancesco), genannt il Bolognese, Landschaftsmaler aus Bologna, geb. 1606, war ein Schüler der Carracci. In Rom arbeitete er auch im histor. Fache für Papst Innocenz X. in den Palästen des Quirinals und Vatikans, in der Kirche San-Martino ai Monti malte er zwei große Landschaften. Anderes sieht man in den Galerien Colonna und Borghese, sowie im Belvedere des Vatikans. Im J. 1648 begab sich G. nach Paris und schmückte für den König, sowie für Mazarin dortige Paläste. Nach Rom zurückgekehrt, setzte er die frühere Thätigkeit, besonders für die Päpste Alexander VII. und Clemens IX. fort. Auf seinen ideal gedachten Landschaften streiten Perspektive, Architektur und Staffage um den Vorzug. Er behandelt die große stilistische Landschaft im Geiste des Annibale Carracci und weiß heroische Stimmung in diesem Stoffe zu entfalten. Die Technik ist eine leichte, die Farbengebung energisch, zuweilen etwas dunkel. In den röm. Kirchen finden sich in Fresko ausgeführte Arbeiten dieser Art. Von auswärtigen Sammlungen hat der Louvre einiges. G. radierte auch Blätter sowohl nach eigenen Kompositionen als nach Tizian und den Carracci, in geistvoller Manier.