Flinte (frz. fusil) 9 5 das mit dem swantz. Batterieschloß (Steinschloß) versehene Gewehr, wie es in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. zuerst in Frankreich (zugleich als Bajonettgewehr) gebraucht wurde, dann von 1680 bis 1700 rasch weitere Verbreitung fand. Der deutsche Name rührt von Flins, Flintenstein oder Feuerstein her, welcher in Verbindung mit dem Stahle der Batterie des Pfanndeckels die Entzündung der Ladung durch abgerissene Funken hervorrief. Im Französischen bedeutet fusil Wetzstahl, analog dem ital. fucile, Feuerstahl. (S. Handfeuerwaffen.) Im gewöhnlichen Leben heißt F. das glatte Gewehr im Gegensatz zur Büchse als gezogenem.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 906Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei