FeedFüsiliere
GeschichteBrockhaus 1882

Füsiliere wurden zuerst unter Ludwig XIV. die mit dem neuen Steinschloßgewehr (fusil, Feuerstahl) statt mit der bisherigen Luntenmuskete bewaffneten Soldaten genannt und bei jeder Kompagnie anfangs deren vier in Stelle der zu besondern Kompagnien formierten Grenadiere (s. d.) 1672 eingeführt. Ein ganzes Regiment, zur Bedeckung und Bedienung der Artillerie bestimmt, war jedoch schon 1671 mit Flinten und Bajonetten bewaffnet worden; es hieß Royal fusiliers. Später wurde die Zahl der F. vermehrt, bis nach Abschaffung der alten Musketen und Piken 1703 die ganze franz. Infanterie nur aus F. bestand. Auch in den übrigen Armeen wurde das neue Gewehr seit Ende des 17. Jahrh. eingeführt, doch behielten einige (3. B. die preußische) die alte Benennung Musketiere bei. Friedrich d. Gr. errichtete zwar

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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