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ErdkundeBrockhaus 1882

Florac, Stadt im franz. Depart. Lozere, Hauptort eines Arrondissements, 40 km im SSHO. von Mende, in 609 m Höhe, in einem sehr tiefen Thale zwischen der 1069 m hohen Causse Méjean im W. und dem 1424 m hohen Mont-du-Bouges im O., durchflossen von dem zum Tarn gehenden Tarnon, zählt (1876) 1845 (Gemeinde 2172) E., ist Sitz eines prot. Konsistoriums und hat berühmte Zwiebelzucht. Oberhalb der Stadt erhebt sich der Fels Rochefort in Gestalt der Ruinen einer riesigen Festung; an diesem entspringt die Pecherquelle. In Kaskaden herabfallend, gelangt sie zur Stadt, fließt innerhalb derselben unter drei steinerne Brücken hin, treibt mehrere Mühlen und ergießt sich unterhalb in den Tarnon. Nach der Schneeschmelze oder heftigem Regen ist sie sehr wasserreich und braust zwischen ungeheuern Felsblöcken dahin. F. liegt in der alten Landschaft Gevaudan (Pagus Gabalitanus vom 5. bis 10. Jahrh.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 910Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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