Flöte (ital. Flauto, frz. Flate), ein uraltes Blasinstrument von sanftem und angenehmem Charakter, eins der wichtigsten Orchesterinstrumente und wegen seines leichten Traktements bis in die neuere Zeit auch unter den Dilettanten beliebt, wird gewöhnlich von Burbaum⸗ oder Ebenholz, Elfenbein, selbst aus reinem Silber gearbeitet und besteht aus einer aus vier Stücken zusammengesetzten Röhre, sieben Tonlöchern und, je nachdem sie gebaut ist, aus einer, vier, acht, selbst vierzehn oder funfzehn Klappen. Ihr Umfang geht von dem eingestrichenen d bis zu dem viergestrichenen a; auch benutzt man zum Soloblasen F. von dem Umfange des kleinen g bis zum fünfgestrichenen e. Außer diesem Instrument wendet man, um einen durchdringenden Ton im Orchester zu erzielen, noch folgende verschiedene F. an: a) die Terzflöte, welche eine Terz höher klingt, als sie geschrieben wird, zwar den Umfang der gewöhnlichen besitzt, jedoch nicht den vollen Ton derselben hat; b) das Piccolo oder die Oktavflöte, deswegen so genannt, weil sie mit dem Umfang der F. übereinsiimmt, aber ihre sämtlichen Töne eine Oktave höher klingen; e) das Es-Piccolo, das sich von dem ebengenannten darin unterscheidet, daß es einen halben Ton höher steht als jenes; d) das F-Piccolo, welches ebenfalls denselben Tonumfang und dieselbe Behandlungsweise wie die beiden vorgenannten Piccolos hat, aber um eine Terz höher als das erstere und um einen Ton höher als das letztere steht; e) das C-Flötchen, welches die kleinste Flötengattung ist und um eine Septime höher steht als das Piccolo oder die Oktavflöte. Um die Verbesserung der F. haben sich Quanz, Ribock, Trommlitz und in neuester Zeit vo üglich Böhm (s. d.) Verdienste erworben. Flötenschulen lieferten Fürstenau, Drouet, Beyer, Hugot, Wunderlich u. a.