Feedabstechen
TechnikBau-Lexikon 1881

abstechen, 1. (Mal.) frz. oontrasterz eine Farbe sticht von einer andern ab, ist wesentlich von derselben verschieden. — 2. eine Farbe sticht andere ab, srz. une ouleur tranche les autres, wirkt mehr als dieselben, besiegt dieselben. — 3. ein Mãß a., frz. Prendre une mesure, von einer Zeichnung oder von dem Mäßstab, es mit dem Zirkel oder einem andern Instrument wegnehmen, um es auf die Kopie der Zeichnung überzutragen oder mit einem andern zu vergleichen. — 4. Mäße von einer Linie abstechen, d. h. die Mäße von einer als Normale angenommenen Linie oder Ebene aus auftragen, mittels Abseissen und Ordinaten; s. übr. Abstich. — 5. auch wird a. von den Zimmerleuten beim Abbinden im Gegensatz von anreißen gebraucht, indem man bei ersterem durch Abtragen von Punkten, Linien und Winkeln die Entwürfe zu Verfertigung der Verbindungsschnitte erhält, bei letzterem aber die Theile selbst nach ihren bestimmten Richtungen zusammenlegt und die sich durchkreuzenden Stellen derselben als Lineal benutzt, um die Verbandschnitte aufzuzeichnen oder aufzureißen. — 6. eine Zeichnung a., frz. Pointer un dessin, sie mittels Durchstechens kopiren; s. d. Art. (Zimm.) einen Zapfenetc. a., frz. tailler un tenon, mit dem Stechbeutel oder der Bundaxt abarbeiten; auch s. v. w. ächseln und absetzen 3. — 8. (bei dem Drechseln) mit dem umgekehrten Meißel abnehmen, daher ein Dreheisen, mit dem die Zinngießer diese Arbeit verrichten, den Namen

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 25Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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