Akkumulator, mu., frz. accumalateur, engl. accumulator (Wasserb.). Um in Wasserthürmen od. Standröhren bei unregelmäßigem Abfluß des zugeförderten Wassers möglichst gleichmäßigen Wasserdruck zu erzielen, wendet man an Stelle des Druckes in — wegen der großen Dehnbarkeit der Luft weniger verläßlichen — Windkesseln den Druck eines belasteten Kolbens an. Den hierzu gehörenden regulirenden Apparat, wie ihn der engl. Ingenieur Armstrong benutzte, nannte derselbe Akkumulator, siehe Fig. 123. Am unteren Ende eines Druckeylinders B münden zwei Röhren RR ein, deren eine dem A. das Wasser von einem Dampfpumpwerkzuleitet, die andere das Druckwasser nach der Betriebsmaschine abführt. In den gußeisernen Cylinder B(6—12 m. hoch, 42 —56 em. weit) tritt von oben durch eine Stopfbüchse der Taucherkolben Rein; ein mit Steinen etc. beschwertes Gefäß KK, welches den Kolben mit einer Kraft von ca. 113 Pfd. ProJem. auf das Wasser aufdrückt, ist an des Kolbens Auerhaupt befestigt, welches in einer Schienenführung CO auf und EIDELBERG O Universitatsbibli nieder gleitet. Der Kolben bewirkt beim höchsten Stand zugleich den Verschluß des Dampfventils und das Stillstehen der mit dem A. verbundenen Dampfmaschine. Bei tiefstem Stand sitzt das Gefäß auf dem Holzring HE auf; dabei öffnet sich das Dampfventil wieder, dem A. wird abermals Wasser zugeführt und das Spiel beginnt von Neuem. Dadurch kann der Druck von ungefähr 500 m. Höhe oder ca. 0 50 Atmosphären Pressung ersetzt werden. Fernere Vortheile sind, daß, indem man das Druckwasser einfach durch Röhren weiterführt, der Kraftverlust sehr gering ist, außerdem auch die Belästigung durch Dampf oder die Anwendung von Feuer an gefährlichen Orten, wie in Magazinen, wegfällt. Auch zum Betrieb von unterirdischen Arbeitsmaschinen ist der A. sehr vortheilhaft.