Feedanlaufen
BaukunstBau-Lexikon 1881

anlaufen, intr. Z. A. Einen Anlauf bilden, also: 1. frz. s·enfler, engl. to rise, s. v. w. anschwellen, vom Wasser. — 2. frz. s'adosser, monter en talus, engl. to batter, to slope, von der lothrechten Stellung abweichen, 3. B. eine Mauer läuft auf 3 m. 15 em. an, d. h. bei einer Höhe von 3 m. steht sie oben gegen unten um 15 em. zurück. — 3. frz. monter, einen geringen Winkel gegen die Horizontale machen. — 4. Ueberhaupt einen geringen Winkel machen, z. B. der Aufschiebling läuft gegen den Sparren an, s übr. auslaufen. — 5. frz. escaper, engl. to scape, to shape, s. v. w. durch einen Anlauf etc. verbunden sein, z. B. die Socke läuft gegen die darüberstehende Mauer an, der Untersaum gegen den Säulenschaft re. — 6. Sich ansetzen, z. B. Kalk an die Kalkkrücke, Gareisen an die Brechstange etc. B. S. v. w. mit einer Farbenschicht, Rostschicht oder dergl. überhaucht werden, frz. se ternir, s'enrouiller, roussir. — 1. Bauholz, welches nicht dem gehörigen Luftzug ausgesetzt ist und etwas feucht war, wird bei Beginn der Stockung zuerst weiß, dann bläulich u. dann schwärzlich anlaufen; so lange es noch im Stadium des blauen

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 113Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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