auszeichnen, akt. Z., 1. franz. distinguer, s. v. w. bezeichnen, hervorheben einen Gebäudetheil vor dem andern; s. Anordnung u. Dekoration. — 2. frz. achever, arréter, beim Zeichnen s. v. w. ausziehen 1. — 3. Herauszeichnen, 3. B. Details, in größerem Mäßstab als die Façgade; auch austragen genannt. — 4. frz. marquer, engl. tomark-out, mit Zeichen versehen, s. bezeichnen und Zeichen. — 5. frz. kaire l'assiette de vente, zu verkaufendes Holz a.; s. anlaschen, abschalmen. Außendeich, m., Außenland, n., Butenland, Vorland, Winter⸗ oder Butendeich, frz. avant-digue, f., engl. foredike (Wasserb.), das vor einem Deich befindliche erhöhte Ufer zum Schutz des Deichs. Außengraben, vorgraben, m., frz. avant-fossé, engl. advanced or second ditch(Kriegsb.), Kollektivname für sämtl. über den Hauptgraben hinaus angelegte Gräben. Außenhafen, Butenhafen, Vorhafen, nu. frz. avant-port, m. engl. Outéer-harbour, s. Art. Hafen. Außenmauer, k. äußere Manuer, k. s. Umfassungsmauer. Außenpfähl, m., Bordpfahl, m., frz. pilotis m. de bordage, engl. border-pile, standard-p., gauged p., Pfahl in der äußeren Pfahlreihe eines Fangedammes; s. Fanged. lace, supéerficie f. antérieure, cóté m. de devant, engl. kacé, surface, superficies, sichtbare Seite eines Körpers. So ist A. eines Gebäudes ⸗ Fagçade; A. einer Mauer äußere sichtbare Seite; A eines Steins -nach der Façgade zugekehrte Seite desselben. Außenthüre, k., frz. porte extérieure, avant-porte, engl. ante-port, lat. anti-porta, Vorthür, welche noch vor der eigentlichenHausthürangebracht ist, entweder mittels Vorsetzung einer kleinen Thürvorhalle, oder mittelsHineinziehung der eigentlichen Thür in die Hausflur; s. d. Art. Hausflur und Porch. Außenwand, k., s. v. w. Umfassungswand (s. d.). Außenwerke, n.pl.(Kriegsb.), frz. Ouvrages extérièurs, dehors Fig. m. pl. d'une place, engl. out-Works, ital. opére estériori, span. obras extériorés. Unter Ain einer Festung versteht man zunächst die Gesamtheit solcher Werke, welche, abgesondert vom Hauptwall, im Hauptgraben liegen u. in ihrer Vertheidigung vom Hauptwall aus unterstützt werden. Hierher gehören: Grabenschre, Ravelin, Contregarde, Contreface, die großen und kleinen Brillen. Andere A., besser u. richtiger äußere Werke, frz. Ouyrages avancés, engl. advanced works, oder vorgeschobene Werke liegen am Fuß des Glacis oder noch weiter vorgeschoben, hängen aber stets durch vertheidigungsfähige Linien mit der Hauptbefestigung zusammen. Sie sind selbständiger in Bezug auf die Vertheidung als die eigentl. A. Hierher gehören: Hornwerke, einfache und doppelte Kronenwerke, Scherenwerke, Lünetten etc. Eigentliche A. u. äußere Werke haben die Bestimmung, den Feind zu nöthigen, vor dem Angriff auf den Hauptwall zuerst sie zu nehmen, seine Angriffsarbeiten also zwei- oder mehrere Mal zu wiederholen. Pte. äußere Böschung, k. der Brustwehr, s. Art. Brustwehr. üußere Mauer, k., s. Umfassungsmauer. äußerer gedeckter Weg, m., (Kriegsb.), s. Weg, gedeckter. üußeres Polygon, n. (Kriegsb.), s. Polygon. äußere Winkel, m. pl., frz. angles m. PI. externes, engl.externalangles (Geom.),die Winkel, welche entstehen, wenn man die eine Seite eines Polygons über die Ecke hinaus verlängert; auch wenn man zwei Parallelen durch eine gerade Linie schneidet, sind die Winkel nach außen hin ä. W. Der ä. W. an einem Dreieck ist immer gleich der Summe der beiden inneren ihm gegenüberstehenden Winkel. Der ä. W. bei Parallelen ist seinem korrespondirenden Winkel zwischen den Parallelen gleich. aaußerhalb eines Gebäudes, auswendig, adv., frz. hors d'oeuvre, f., engl. without doors, on the Outside, outside Work, s. v. w. an der Außenseite und in der unmittelbaren Umgebung des Gebäudes. Außerlichkeit, k. Vor Außerlichkeit in der Entwicklung architektonischer Formen hat man sich sehr zu hüten; s. Asthetik. Außertief, n. (Wasserb.), franz. décharge, engl. leat, Ableitungsgraben zum Abführen des Wassers aus einer oder mehreren Schleusen außerhalb des Deiches in den Strom oder die See; muß viel Gefälle haben. Gegensatz davon ist Binnertief (Schleusenkanal, Zuggraben), welches innerhalb des Deiches liegt und das abzuführende Wasser in die Deichschleuse leitet.