ausziehen, nach der Zeichnung den Bedarf daran ausrechnen und in Listen zusammenstellen; s. Bauanschlag. — 303. Maschine zum Ausziehen der Pfähle. 3. frz. tirer, das Anfertigen v. Gipssimsen; s. Simsziehen. — 4. s. v. w. ausschmieden 1. — 5. (Wasserb.) frz. arracher les pilotis, engl. to draw, towithdraw; das A. der Pfähle geschieht, wenn da, wo eine Pfahlrostgründung vorgenommen werden soll, alte, nicht mehr brauchbare Pfähle stecken, wenn Rostpfähle ihrer schlechten Beschaffenheit wegen nicht gehörig eindringen oder beim Rammen unbrauchbar werden; oder wenn Gerüst oder Fangdammpfähle nach Beendigung des Baues entfernt werden müssen. Die betr. Pfähle müssen zunächst durch Schläge oder durch die Wirkung der zum A. dienenden Vorrichtung selbst erschüttert werden, auch wird durch Auflockern des Erdbodens um den Pfahl die Arbeit sehr erleichert. Ist die Baustelle frei, so besteht das einfachste Mittel zu Ausübung eines sehr starken u. mit Erschütterung des Pfahles verbundenen Zuges in der Anwendung eines starken u. schweren Hebels, des Wuchtbaumes, auch Ausziehhebels, m., frz. levier m. arrache-pieux, engl. withdrawinglever; den Stützpunkt desselben bringt man so nahe alsmöglich an dem auszuziehenden Pfahl an. Er besteht auseinem quer vorgelegten Balken, od. aus einem eingerammten Pfahl, od. wo beides nicht anwendbar ist, aus einem durch Schraubenbolzen fest verbundenen Rahmen aus Eichenholz. Zum Aufheben des hinteren, längeren Hebelarmes wird an einem Bockgerüst ein Flaschenzug oder eine Rolle angebracht, über welche das zum Aufheben dienende Zugseil geführt wird. Ist der längere Hebelarm gehoben und dadurch der kürzere Hebelarm möglichst tief herabgesunken, so wird das Ende des letzteren mit dem Kopf des auszuziehenden Pfahles durch eine Kette verbunden, die straff angezogen wird. Hierauf steigen einige Arbeiter auf den Wuchtbaum, und, nach dem Ende des längeren Hebelarms vorschreitend, drücken sie, während andere Arbeiter Seile oder Taue darum geworfen haben und diese anziehen, vereint den Wuchtbaum in der Art herab, daß starkes Schwanken eintritt, wodurch sich die Wirkung vergrößert. Eine wesentlich verbesserte Pfahlhebemaschine, Auszichmaschine, k., frz. machine à arracher, engl. pile-Wwithdrawing-engine, mit Wuchtbaum stellt Fig. 303 dar. Der Pfahl a ist mit einer Kette umschlungen und mit dieser in den Haken am herabgebrachten Ende des kürzeren Hebelarmes des Wuchtbaumes bbefestigt, welcher miteiner eisernen Drehachse auf eisernen Pfannen läuft. Ist der längere Hebelarm des Wuchtbaumes durch die Zugseilegheruntergezogen, so wird er mit einer unter den Schwellen des Gerüstes angebrachten Winde durch das Seil 4 wieder aufgezogen, und dadurch das mit dem Haken versehene Ende des kürzeren Hebelarmes wieder herabgebracht. Die Manipulation wird so lange wiederholt, bis der Pfahl ohne weitere Anwendung des Wuchtbaumes mit den Händen herausgenommen werden kann. Die Anwendung des Wuchtbaumes ist, da sie feste Unterlage des Stützpunktes für den Hebel sowie ausgedehnten Raum zur Aufstellung voraussetzt, beschränkt. Sind einzelne Pfähle in tiefem Wasser eingerammt, so müssen zu Aufnahme der zum Ausziehen derselben in Anwendung kommenden Vorrichtungen besondere starke Gerüste erbaut werden, oder man benutzt dazu Schiffe oder kleinere Fahrzeuge. Es werden in letzterem Fall zwei Fahrzeuge so aufgestellt, daß die Zugkette zwischen den beiden Fahrzeugen hindurchgeführt wird. Da die Zugvorrichtung allein selten ausreicht, um fest eingerammte Pfähle auszuziehen, so benutzt man noch den hydrostatischen Druck auf die Fahrzeuge. Man läßt zu diesem Behuf die Fahrzeuge so mit Wasser anfüllen, daß sie sich tief einsenken, u. befestigt die um den Pfahl geschlungene Kette an die auf dem Gerüst angebrachte Winde oder andere Zugvorrichtung, wozu man gern eine bes. stark konstruirte Schraubenwinde, die Ausziehschraube‚ k., frz. vérin m. arrachepieux, engl. withdrawing-screw, verwendet; sobald nun das in die Fahrzeuge eingelassene Wasser wieder ausgeschöpft wird, heben sich dieselben und damit den Pfahl, selbst ohne daß man sich dabei zugleich einer Windevorrichtung bedient. Um Pfähle, welche tief unter Wasser eingerammt sind, auszuziehen, bringt man ein fest gebautes, womöglich flaches Fahrzeug über den Pfahl und befestigt denselben mit einer Kette an einem auf dem Fahrzeug aufgestellten Spill oder auch sonstwie fest am Fahrzeug, bringt sodann schweren Ballast auf den vordern Theil des Fahrzeugs u. zieht die Kette fest an. Sodann wird der Ballast nach dem entgegengesetzten hinteren Theil des Fahrzeuges gerollt, und indem sich dadurch der hintere Theil senkt, hebt sich der vordere und zieht am Pfahl.