FeedBettstück
TechnikBau-Lexikon 1881

Bettstück, m. des Zugspriets (Schiffb.), der Theil des Bugspriets, welcher auf dem Vordersteven aufliegt. BVettstuhl, n., frz. lit m. à fauteuil, engl. bedfChair, s. Fig. 558. Bettung, k., 1. überhaupt jede solide Unterlage von gleichmäßiger Tragfähigkeit, beszu Aufstellung von Maschinen „e. — 2. (Wasserb.) frz. radier, engl. bed, bot-⸗ tom, auch Bettwerk gen., der Rost bei Schleusen u. Gerinnen, auch die Befestigung des Flußbettes Fig. 558. Bettstuhl. zwischen den Brückenpfeilern, frz. radier de pont, engl. pile-Kraming. Die Pfähle werden 70—85em.von einander reihenweiseeingeschlagen; je 2 u. 2 derselben mit 1, — 1, m. langen u. 12—25cm. starken Holmen (Ueberlegern od. Kästen) wägerecht belegt, die man mit Dobeln oder Holznägeln befestigt; die Zwischenräume der Kästen werden nun mit Thonerde ausgestampft, dann auf die Kästen, entsprechend den Pfahlreihen, die Legden (25—30 em. stark, 60—90 em. von Mitte zu Mitte) aufgelegt, über welche die Kleybalken (30—35em. stark, 0,3 —1,½% m. von Mitte zu Mitte entfernt, 7—10 em. tief) eingeblattet werden; quer über diese kommen noch 7—10 em. starke Bindehölzer. — 3. (Kriegsb.) frz. plateforme de batterie, tabloin, m., engl. platform, Dielung oder Bohlung, welche die in den Batterien stehenden Geschütze erhalten, damit das Einschneiden der Räder u. des Schwanzes in den Erdboden beseitigt werde. Man unterscheidet volle u. Nothbettungen, unter den vollen wiederum „gewöhnliche oder förmliche B., franz. pl. ordinaire, engl. common or rectangular p., u. schwalbenschwanzförmige oder geschwänzte B., franz. pl. en queue d'aronde, engl. oder Ripphölzer, eingegraben, durch Pflöcke befestigt und der so gebildete Bettungsrahmen, frz. chassis m. de pl., mit Dielen oder Pfosten, den Batteriedielen, Bettungshohlen, k. pl., frz. madrier m. de plateforme, engl. plat4orm-plank, mittels der Batterienägel (s. d.)querüber benagelt. Zu Verminderung des Rücklaufes giebt man den Bien bisweilen eine geringe Neigung gegen die Brustwehr od. versieht sie am Ende mit einer querüber befestigten Faschine, einer sog. Hemmfaschine. Da, wo die B. an die Brustwehr stößt, legen manche Artillerien einen 20 bis 25 em. ins Geviert haltenden Balken quervor, den Stoßbalken, gegen das Beschädigen der Brustwehrverkleidung durch die Räder beim Vorbringen des Geschützes.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 363Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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