Bleiröhre, f. frz. tuyau en plomb, engl. leaden pipe. Sie werden in der neueren Zeit vielfach angewendet, da man dieselben jetzt in jeder beliebigen Länge preßt, während sie früher meist über einen Dorn gegossen und dann auf der Ziehbank gezogen wurden, wobei natürlich die Länge der Röhren sehr beschränkt blieb. Die jetzt in den Handel kommenden Bleiröhren sind fast in allen gewünschten Weiten von 4 — 140 mm. innerem Durchmesser mit 2 —16 mm. starken Wänden zu haben, und können die weitesten bis 5 m., die engsten bis 56 m. lang aus einem Stück geliefert werden. Gewichtre. giebt folgende Tabelle. der 2 6 2 1,1586,9 56,6 16 3 9 2 1,57 683,5 34 4 12 275 2,59 38,6 20 10 6 18 3 4,50 22,½ 9,6 8 10 29 3,5 8,1½212/½8 14,7 6 12⁰ 35 4 11,„14 9 9—86 13 38 4/„5 13,68 77•3 8,5 6 14 41 5 14,64 6,8 75j 5,5 15⁰ 44 5 17,52 5/7 6 277 16 48 5 19 5,5 5 5,2 18 54 6 25,8 3,87 67 5,5 19 56 5½15 25,,4 3,90 /3 5 20 59 6 28 3,60• 5,6 3 21⁰ 6²2 6 29/2 3,40 5,6 5 22 65⁵ 6 30,5 3,27 5 4/„6 23⁰ 68 6 31,8 3,13 24 71 6 33 3 4,5 4,2 26 82 6 38 2,63 5 3,7 27b 9⁰ 6,25 43 2j,32 4,5 3,5 280 9⁵ 6 43jõ4 2,30 4 3,2 300 02,5 50,5 2 3/4 3/2 32b 128 6 58 —j„⁰² 2,3 2,35 33 140 7 7⁴ 1/„35 2j,8 2j,5 Röhren von noch größerem Durchmesser werden aus Bleiplatten gebogen und zugelöthet. Die Versendung geschieht in Ringen, welche gehörig mit Stroh umwickelt sind. Die Vereinigung am Stoß solcher Röhren geschieht am besten durch Verschmelzung ihrer Ränder mit Hülfe einer durch einen Luftstrom zur Stichflamme angefachten Flamme von Wasserstoffgas, s. d. Art. Bleiloth 2. Da B.n in Berührung mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten letzteren leicht einen gesundheitsgefährlichen Bleigehalt mittheilen, so stellt man neuerdings durch Pressen Ben mit einer inneren Zinnverkleidung her. SH20. HGleiroth, u., od. Mennige, s. d. Art. Bleifarbe