Blumengehänge, n., frz. feston, m., guirlande, f., fleuronage, m., engl. wreath of flowers, garland, flo-Werwork. Sie bieten ein dankbares Mittel zur ornamentalen Ausfüllung von Räumen und Flächen, welche eine streng stilisirte Verzierung nicht wohl erlauben; man kann dieselben entweder naturalistisch oder phantastisch behandeln, z. B. als Guirlande mit flatternden Bändern, als herabhängende Bouquets etc., u. würde dies bes. in der Renaissance, im Barockstil, im pompejanischen etc. am Platze sein, sowie gemalt bei fast allen Stilen, mit Ausnahme vielleicht der vorklassischen, oder man stilisirt sie im Charakter des betreffenden Stils, oder man schmiegt sie, mehr oder minder stilisirt, der architektonischen Gliederung an, wie z. B. in gothischen Hohlkehlen, auf Renaissancewülsten, bes. an Plafonds etc.; doch dürfen sie weder zu sehr vorherrschen vor den architektonischen Hauptformen, noch zu ärmlich oder spärlich aussehen. Glumengestell, n., Zlumenständer, m., Blumenstellage, f.; sie kommen theils in Gewächshäusern, theils im Freien, in Gärten oder auch in Zimmern zur Anwendung; im ersten Fall sind sie hauptsächlich so einzurichten, daß man möglichstviel Blumentöpfe darauf placiren kann. Sie erhalten zu diesem Behuf die Gestalt einer steilen Treppe ohne alle Verzierungen. Die einzelnen Stufen bestehen aus Latten, damit die Luft hindurchstreichen kann, und müssen etwas höher als die darauf zu stellenden Töpfe sein. Sie werden häufig mit einem leichten, beweglichen Schirmdach von Leinwand oder dergl. versehen, um die Blumen beliebig vor Regen oder Sonnenschein schützen zu können. Die in Zimmer gestellten Zlumenetageren, Blumentische etc. dienen zugleich zur Verzierung; doch darf man bei ihrer Ausschmückung nicht zu weit gehen; die Blumen selbst, ihre Stellung gegen einander etc.müssen immer die Hauptmittel zur Erreichung des dekorativen Zwecks bleiben. Das Gestell selbst muß so eingerichtet sein, daß es durch diese Blumen möglichst den Blicken entzogen wird.