Bohlenwand, k., 1. s. v. w. Bohlwerk (f. d.). — 2. Um in holzreichen Gegenden, bei Totalausführung von Gebäuden in Holz, eine möglichst dichte Wand zu erhalten, wendet man die Bohlenwände an. Dabei werden in die senkrecht stehenden Säulen der abgebundenen WandNuthen gestoßen u. in diese Bohlen eingeschoben. Je nachdem man nun eine oder zwei solche Nuthen in die Säulen stößt, erhält man a) einfache Bohlenwand, Fig. 775 (dabei ist bei a die Art, wie man schwächere Bohlen verwendet,angedeutet, bei b die Konstruktionsweise bei Verwendung stärkerer Bohlen; b) doppelte Bohlenwand, s. Fig. 776. Den Zwischenraum kann man leer lassen oder mit trockenem Sand re. ausfüllen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 441Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei