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BaukunstBau-Lexikon 1881

Bohlwerk, n., Bollwerk, n., Hölzung, Schälung, k., frz. palée cloisonnée, f., engl. walling-timber, sheet-piling (Wasserb.), Uferbefestigung aus Pfählen und einer durch diese gehaltenen Bohlwand, Bohlwerkswand, Schälungswand, Wasserwand, Vorsatz, m., frz. cloison f. de palée, engl. pileshéeeting. Ein Bohlwerk, Fig. 777, besteht aus einzelnen, gehörig eingerammten, starken, durch einen Holm b verbundenen Pfählen a, hinter welche starke Bohlen deingeschoben werden, u. dient als Surrogat der Futtermauern in steinarmen Gegenden, oder bei sumpfigem Grund zum Ankämpfen gegen den Erddruck eines Ufers etc. Zur größeren Sicherheit kann man auch das Bohlwerk durch auf den Holmen oder einen Riegel g aufgebolzte und hinten an Ankerpfähle kbefestigte, möglichst lange Hölzer, Anker mit dem weiter entfernt davon stehenden festen Erdreich verankern. Vgl. auch d. Art. Bollwerk.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 442Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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