Bossireisen, n., Schrifteisen, 1.(Steinm.),frz.ébauchoir, engl. rikle, xipe, point, die feineren Eisen zu Ausarbeitung der Buchstaben u. zarteren Verzierungen kommen in den manchfachsten Formen vor. Meist sind sie 20 — 25 em. lang u. haben auf der kreisrunden Endfläche eine halbrunde Vertiefung, wodurch die Berührungsfläche mit dem Schlägel möglichst verkleinert u. ein schiefer Schlag (Prellschlag) vermieden wird. Da sie eine geringe Dicke haben, so macht man sie in der Mitte stärker und läßt sie nach den Enden schwächer auslaufen. — 2. Bossireisen, Bossirholz, frz. Ebauchoir,engl.embossing-stick, zum Bossiren in Wachs, Thon etc., s. d. Art. bosseln. — 3. Bossireisen des Maurers, frz. gouge, engl. gouge, auch Gusche, k., gen., kleines Eisen zum Nachmodelliren u. Korrigiren fehlerhafter Stellen an gezogenen Simsen u. dgl.