Bronzefarben anwendete, zu benutzen; sie verhalten sich gegen Wasser, die verschiedensten Bindemittel und Lacke, ferner gegen Schwefelausdünstungen neutral, sind nicht gesundheitsschädlich, widerstehen selbst den stärksten Agentien u. erleiden selbst in der Glühhitze keine Veränderung. Beim Auftragen ist es gut, den Gegenstand zuerst mit einer dem anzuwendenden B. ähnlichen Farbe anzustreichen, u. zwar reibt man diese Grundfarben bei Körpern, welche nicht der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, mit Glycerinleim (4 Th. Leim und 1 Th. Glycerin) ab; bei Gegenständen, welche der Witterung ausgesetzt sind, ist dagegen Oelfarbenanstrich zu empfehlen. Auf diesen Untergrund wird, wenn er trocken, das Bindemittel für die Brokate aufgestrichen, u. zwar in ersterem Fall Glycerinleim, im zweiten Dammar⸗ oder heller Kopallack. Ist der Lackanstrich so weit trocken, daß er eben noch klebt, so wird das bezügliche B. darüber gesiebt, eine Viertelstunde stehen gelassen, dann der Ueberschuß mit einer weichen Bürste entfernt und die Fläche mit einer Walze übergangen. Scνο. Brolium, n., mittelalt.⸗lat., frz. breuil, m., ital. broglio, s. d. Art. Brühl. HBrom, un., mittelalterlich, s. v. w. kleiner Zweig. Brom, n. (Chemie), einfacher, dem Chlor und Jod verwandter Körper, Element. Als solches findet es sich nirgends in der Natur, wohl aber in Verbindung mit Natrium und Magnesium im Meerwasser u. in vielen Salzquellen. Eine Verbindung von B. mit Ammonium, das Bromammonium, findet in der Photographie Anwendung.