Brütckenjoch, 1. frz. palée de pont, engl. pile-pier, auch Brückenwand gen., s. v. w. hölzerner Brückenpfeiler, s. Brücke A. V. 2. O. e. — 2. Auch Brüchenglied, Zochfeld., Brüchenstrecke, frz. travée, engl. bay, s. v. w. Abtheilung einer Brücke, bestehend aus zwei halben Pfeilern u. einer Oeffnung; vgl. d. Art. Brücke und Joch. Brückenkahn, m., s. Ponton. Brückenklappe, k., frz. tablier, m., trappe, f., engl. leaf, flap, die Aufzugsklappe einer Zug⸗ od. Klappbrücke; s. d. Art. Brücke A. VI. Lrückenkopf, m., frz. tete de pont, engl. bridge-head, 1. Festungswerk od. Verschanzung vor der Brücke, welche den Schutz u. die Deckung des Brückenzugangs zum Zweck hat. — 2. Ueberhaupt das Ende einer Brücke. Brückenöffnung, k., s. Brückenfeld 2. Brückenpfahl, m., frz. pilot, pilotis, m., engl. bridgepile, Pfahl einer Pfahl⸗ oder Jochbrücke; s. den Art. Brücke K. V. 2. C. 2. Hrückenpfeiler, m., frz. pied-droit, pilier, m., pile f. de pont, engl. bridge pier; s. Brücke A. II. 3. IV. U. V. 3. Brückenpfeilerkopf, m., Pfeilerhaupt, frz. bec, engl. starling, ist entweder Vorhaupt, Kronpfeilerkopf, franz. avant-bec, engl. cutwater, fore-starling, d. h. stromaufwärts an die Pfeiler angebaut, oder Hinterhaupt, Thalpfeilerkopf, Pfeilersterz, arrière-bec, engl. back-starling, taibstarling, d. h. stromabwärts gerichtete Verlängerung des Pfeilers. Orückenrost, m., Pfahlrost oder Schwellrost zur Gründung einer Brücke; s. d. Art. Gründung u. Brücke A. V. 4. Brückenschanze, f., s.v. w. kleiner Brückenkopf (s. d. 1.). Brückenschiene, f. franz. rail m. en U inverse, engl. bridge-rail, hohle Schiene, s. d. Art. Eisenbahnschiene. Brückenschlag, m., s. v. w. Brückenbau 2. pont, engl. site ofa bridge, Baustelle für eine Brücke. Brückenthurm, m., mittelalterliche Form der Brückenköpfe. Diese Vertheidigung des Brückenzuganges bestand meist in einem Thurm, unter dem sich das Brückenthor befand, welchem eine Zugbrücke zugleich als Thorflügel diente; oft sind es auch zwei Thürme, zwischen denen sich das Brückenthor öffnet, wie z. B. in Prag; s. Fig. 1001. Brückentramen oder Streckbalken, un., bei Holzbrücken (Zimm.), s. d. Art. Brücke A. V. 2. CO., Brückenbalken etc. Brückenunterlage, k., Brückenstütze, frz. Corps m. support, corps-support, engl. support, supporting body, allgemeiner Ausdruckfür die denBrückenbautragenden Stützen, seien sie nun Pfeiler, Pfahljoche, Böcke, kurz stehende Stützen, frz. support fixe, engl. fixed pier, oder schwimmende Körper, wie Schiffe, Kästen, Cylinder etc., frz. support flottant, engl. floating pier. Brückenwage, mauthwäge, Straßenwäge, Tafelwäge, k., frz. balance f. à bascule, balance-bascule, f., pont m. A bascule, engl. weigh-bridge, ist eine aus mehreren, meist zwei Hebeln nebst Zubehör bestehende Vorrichtung, auf welcher mittels kleiner Gewichte große Lasten (in der Regel das Zehn⸗, auch das Hundertfache der Gewichte) abgewogen werden können. In Fig. 1002 u. 1003 ist die sogenannte thek Heidelberg StraßburgerBrückenwage abgebildet. Der eine Hebel LN, Fig. 1003, der sog. Schwanenhals, ist ungleich zweiarmig um M drehbar, und trägt bei N, d. i. am Endpunkt des längeren Armes, die Wägschale Pzum Auflegen der Gewichte, während in den Punkten Lu. K des kurzen Armes die beiden Zugstangen LG u. K H beweglich eingehängt sind. Der zweite Hebel (Gabel) ist einarmig mit dem Drehpunkt in Fu. ist mit dem ersten Hebel durch die Zugstange &L verbunden, die ebene Platte A B (Brücke, frz. tablier, plateau, engl. table), zu Aufnahme der zu wägendenäKörper bestimmt, stützt sich einerseits auf die Schneiden E, die auf den beiden Zweigen der Gabel E G sich befinden, anderseits ist sie durch die Zugstange K E mittels der vertikalen, fest mit der Brücke verbundenen Wand BC u. der schrägen Strebe OD an den Hebel LNangehängt. Die einzelnen Theile können ihren Gewichten nach so abgemessen sein, daß bei unbelasteter Wäge der Zug der leeren Wägschale dem Zug auf der andern Seite des Drehpunktes Mdas Gleichgewichthält, od.man bringtzur Ausgleichung ein verschiebbares Gewicht auf MNan. Die Horizontalstellung des Hebels LNerkennt man am Zeiger be, darunter befindet sich eine hebelartige Arretirung. Sind nun die beiden Abschnitte MK u. KL auf dem kürzeren Arm des Hebels LNproportional den beiden Abschnitten EE u. EG auf dem zweiten Hebel FG, ist also MIL: MK F G: F E, so wirkt die auf eine beliebige Stelle der Brücke aufgesetzte Last ebenso, als wenn sie an die dem Drehpunkt des oberen Hebels zunächst befindliche Zugstange KE angehängt wäre. Hieraus geht Folgendes hervor: die auf die Brücke gelegte Last Ibringe in Eden Druck X hervor, dann ist der Zug in der Zugstange K H=, folglich das Moment des Zuges in Bezug auf M (H).MK. Der Druck Xin Hbringt ferner in der Zugstange LG den Zug x 105 hervor, dieser hat in Bezug auf Mdas Moment 155 ML. Wirkt nun in N(d. i. auf der Wägschale) das Gewicht P, so folgt für das Gleichgewicht: P. MN und daher P. MN . MK. Findet diese Bedingung statt, so bleibt die Brücke auch in der Bewegung stets mit sich parallel. Soll die B. nun eine Dezimalwäge sein, d. h. soll jedes wägende Gewicht einer zehnfachen Last das Gleichgewicht halten, so muß der längere Hebelarm des oberen Hebels die zehnfache Länge vom kurzen Abschnitt des kurzen Armes haben, d. i. MN-O. MK sein. Sνο.