FeedBrütkenzug
VerkehrBau-Lexikon 1881

Brütkenzug, Brückentrain, m., Zrückenequipage, f., frz. équipage m. de pont, train m. de pont, engl. bridgetrain, bridge-equipment, Benennung für das gesamte Material, welches von Armeen, behufs Herstellung von Feld⸗ oder Kriegsbrücken, mitgeführt wird. Brückrad, n., Brückscheibe, k., Rad oder Scheibe zum Aufwinden der Kette bei Zugbrücken. Brückthor, n., bei Eisenbähnen, s. Brücke A. I. 3.C. Brückung, f., 1. der Boden unterschlächtiger Mühlgerinne;er ist abgepflastert u. in dieses Pflaster alle —2m. ein Querbalken eingelegt. — 2. Auch Berückung gen. Der Fußboden eines Pferdestalles, wenn er auf Lagerhölzern mit Bohlen belegt ist, unter denen sich abhängiges Pflaster befindet; die Bohlen der B. werden durchbohrt u. sie bietet den Pferden allerdings einen immer trockenen, aber beim Schadhaftwerden sehr gefährlichen Stand, erfordert daher sehr sorgfältige Unterhaltung. — 3. Schiefe Ebene bei Schneidemühlen, auf welcher die Sägeblöcke auf den Schneidebogen gebracht werden; jetzt meist mittels eines kleinen Wagens auf Schienen; s. d. Art. Brücke B. 5. Brüge, auch Prieche, k., Bretergerüste (Schweiz). Vgl. d. Art. Prieche und Emporkirche. bruhen, trans. Z. (Schiffb.), s. v. w. kalfatern. Brühl, auch Brühel, Briel, m., frz. breuil, m., ital. broglio, lat. brolium, Sumpf oder niedrig gelegenes Terrain, daher auch eine auf Sumpfboden angelegte Straße. Bruhne, k. (Schiffb.), die unterste Planke des Bordes auf dem flachen Boden eines Flußfahrzeuges. Bruising-mill, s., engl., Quetschmühle, Schrotmühle. brüler v. a. Ie métal, frz. ein Metall überhitzen. Brälerie, f.z. Brennerei, Branntweinbrennerei (s.d.). Brüleur, m., frz., s. v. w. bec à gaz, s. Brenner. Brülot, m., frz., 1. Glaspolirstein. — 2. Brander (su. d.). — 3. s. Brand 1. Brumofen, m. (Messingw.), s. Brennofen 5. brun, adj., frz., braun; brünatre, adj., bräunlich, blaßbraun. rune, f. (Schiffb.), verm. verdorben aus Brunnen; Verschlag im Schiffsraum, wohin man eingedrungenes Seewasser durch Rinnen leitet, um es dort auszupumpen. Brünings Tachometer, u., s. Tachometer. bruniren oder brüniren, trans. Z., frz. brunir, engl. to brunish, d. h. Glätten, Poliren von Metallarbeiten: geschieht wie folgt: man taucht Blutstein in ein mit Weinessig gesäuertes Wasser u. reibt damit das Stück stets in derselben Linie hin u. her, bis es schöne Politur u. metallischen Glanz zeigt, wäscht es dann mit kaltem Wasser, wischt es mit feiner Leinwand ab u. trocknet es langsam über einerPfanne mit glühenden Kohlen. — 2. frz. bronzer Ie fer, engl. to brown the iron, s. v. w. braun beizen (.d.). — Ein weiteres Verfahren ist folgendes: Man löst in 4 Gewichtsth. Wasser 2 Th. krystallisirtes Eisenchlorid, 2 Th. möglichst neutrales Antimonchlorid u. 1 Th. Gerbsäure auf u. streicht diese Lösung mittels eines Schwammes od. Lappens auf die blanke Eisenoberfläche, worauf man den Anstrich an der Luft trocknen läßt. Das Verfahren wird so oft wiederholt, bis die Färbung dunkel genug ist; dann wäscht man mit Wasser, trocknet mit Lappen ab und reibt die Fläche zuletzt mit etwas Oel ein. Sνο Brunirstahl, m., frz. brunissoir en acier, engl. burnisher, ital. runitojo, auch Gerbestahl (Stahlarb.), Werkzeug zum Poliren der Stahlwaren in Form eines platten Stahls od. einer Feile, Brunirfeile, Polirfeile, frz. brunis-

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 535Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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