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BaukunstBau-Lexikon 1881

Brunneneinfassung, k., Zrunneubrüstung, k., Zrunnenmund, m., frz. tour m. de puits, rebord de puits, engl. border, ital. bocca di po22o, span. pozal, die Einfassung eines Brunnens über dem Boden. Die Römer stellten diese B. meist in Gestalt eines kurzen Säulenstumpfs od. Altars von ca. 75—80 em. Höhe aus Marmor oder gebranntem Thon her; sie hatten blos Ziehbrunnen, sowohl bei Quell- als Sammelbrunnen. Die Venetianer gestalteten die B. meist kapitälähnlich oder korbförmig, gleich den Römern monolithisch;später nahm sie fast überall die Gestalt eines Bassins oder einer Brüstung an u. bestand also aus einzelnen Steinen, Zrunnenrandsteinen, frz. margelle, f. engl. curbstone. Man kann die B. natürlich auf manchfache Weise verzieren, oben wird sie meist mit einem Klappdeckel von Holz oder Metall versehen. In Deutschland sind sie größtentheils den Brunnengehäusen gewichen, da man hier nur selten noch Ziehbrunnen anwendet.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 538Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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