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BaukunstBau-Lexikon 1881

Cella, f. lat., frz. celle, 1. s. v. w. Zelle, Kämmerchen, Behältnis; s. Zelle. — 2. In antiken Tempeln der innere, von Mauern umschlossene, eigentliche Tempelraum, in welchem die Bildsäule der Gottheit aufgestellt wurde. In der Regel hatte er keine Fenster, sondern wurde durch eine Oeffnung des Daches erleuchtet (Hypäthros). Vor demselben befand sich der pronaos (Vorhalle), hinter der Cella sehr oft eine Hinterhalle (opisthodomus); s. übr. Tempel. — 3. frz. cellale, Mönchszelle; s. d. Art. Kloster u. Zelle. 4. C. aquaria, lat., Cisterne, Brunnen; e. frigidaria, das Badezimmer für kaltes Bad. c. calidaria, für warmes Bad; c. vinaria, Weinmagazin; c. pennaria, im fränkischen Wohnhaus s. v. w. Speisekammer. Cellar, 6.,Hengl., der Keller; rattered cellar, der Balkenkeller (s. d.).

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 18Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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