Cella (lat.), Gemach, Kammer, daher das deutsche Zelle (besonders der dem Klosterbewohner angewiesene Privatraum). In der Baukunst (namentlich bei Tempelanlagen) wird unter C. der Raum verstanden, der, durch Wände von den übrigen Teilen des Tempels getrennt, im Mittelpunkte desselben errichtet wurde und zur Aufnahme des Götterbildes bestimmt war; er erhielt sein Licht von oben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 102Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei