Centrifugalgeblüse, n., Centrisngalventilator, m., frz. ventilateur m. A force centrifuge, engl. centrikugal fan, ist ein Ventilator (s. d.), bei welchem die Luft aus einem eylinderförmigen Gefäß durch die Umdrehung einer Achse mit darauf be-E festigten Schaufeln in einer nach außen führenden Röhre hinausgetrieben wird. Die Drehungsachse ist in der Mitte des Gehäuses, in der geometrischen Achse des Cylinders, und nahe um sie herum ist die eine Seite des Gehäuses offen, damit hier Luft von außen zutreten kann, welche zur Röhre hinausgetrieben werden soll; so kann denn dieser Ventilator Sig. sowohl als Luftsauger wie als Luftbläser wirken. Die Schaufeln können verschiedene Formen erhalten und aus einem oder mehreren Theilen bestehen: am leichtesten sind sie radialmit gleichbleibendem rechteckigen Querschnitt herstellbar; komplizirter, aber auch vortheilhafter ist es, sie zu HEIDELBERG O Universitäts krümmen od. mindenstens schräg gegen den Halbmesser zu stellen. Gewöhnlich werden 4 —8 Schaufeln angebracht. Ein C. aus den Werkstätten des Centralbahnhofes zu Hannover, in ½ der natürl. Größe, ist in Fig. 1082 bis 1084, nach Karmarsch u. Heerens technischem Wörterbuch, dargestellt. Fig. 1082 ist die Seitenansicht, Fig. 1083 eine ähnliche nach Abnahme der Seitenwand, Fig. 1084 der Vertikaldurchschnitt durch die Mitte; a ist die Welle, b die Riemenrolle, σ sind Wellenlager. Auf der Welle ist eine 1082. Centrifugalgebläse. Fig. 1083. gußeiserne Scheibe aufgekeilt u. an diese die starke Blechscheibed aufgenietet. Auf der Blechscheibe sind nach beiden Seiten hin die Flügel e undet in Form von Winkeleisen aufgenietet; der Mantel ist excentrisch gegen das Flügelrad gestellt, der äußere Durchmesser des Mantels beträgt Sbibliothek Heidelberg LDOFC 92½ em.; die etwas elliptisch geformten Einströmungsöffnungen him Mantel sind 37½ om. hoch u. 35 cm. breit. Die totale Flügelbreite beträgt 42, em.; der Ventilator, der 900 Umdrehungen in der Minute macht, liefert Wind zu 40 Schmiedefeuern, ist solid u. verhältnismäßig billig.