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BaukunstBau-Lexikon 1881

Dorn, m., 1. frz. épine, f., ardillon, m., engl. thorn, s. v. w. Metallbohrer, Eisen, um Löcher in Metall zu schlagen, dieselben zu erweitern oder Röhren darüber zu schmieden. Nach der Gestalt der gewünschten Löcher und der Röhre verschieden geformt, s. z. B. Fig. 1436 E, F, G. — 2. frz. broche, engl. stem, in deutschen Schlössern der Stift, auf welchen die Schlüsselröhre paßt. — 3. frz. mamelon, corps du gond, engl. bolt, bei einem Band der Stift, um oder auf welchem die Lappen sich drehen, s. d. Art. Band VI. 2. — 4. s. v. w. Schlüsseldorn, Stift, auf den sich der hohle Schaft eines deutschen Schlüssels aufsteckt. — 5. frz. rivure, arbre du loquet, der Eisenstab, welcher, fest am Thürgriff, sich mit dem⸗ Fig. 1436. selben dreht und so diese Bewegung ins Schloß fortpflanzt. — 6. Dörner, m. pl. (Hüttenk.), s. d. Art. Seigerdörner. S.] — 7. Ueber Dornen als Attribut von Heiligen, über Vornenkrone etc. s. M. M. a. W.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 172Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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