Feeddoubliren
TechnikBau-Lexikon 1881

doubliren, trans. Z. Metall d. heißt: es mit Platina belegen. 1. Doubliren des Kupfers. Man fertigt von sehr reinem, geschmeidigem Kupfer eine 4—6 mm. dicke, vollkommen glatte Kupferplatte, deren Breite der Breite des zu Gebote stehenden Walzwerkes nicht überschreitet, reinigt diese durch schwaches Glühen, Abbeizen in verdünnter Schwefelsäure u. Abreiben mit feingeschlämmtem, weißem Sand, spült sie hierauf sorgfältig in reinem Regenwasser ab u. legt sie noch naß in feines Fließpapier. Alsdann bepudert man die obere, noch feuchte Seite des Kupfers mittels eines Blechsiebes rasch, gleichmäßig u. vollständig mit feingeriebenem Platinstaub (Platinschwamm); darauf legt man, nachdem sie ganz trocken geworden ist, 2—3 dünne, gereinigte Platinfolien in der Weise auf, daß die untere die Kupferplatte nur knapp bedeckt, während die obere so groß sein muß, daß sie um die Ränder der Kupferplatte angedrückt werden kann. Nun umgiebt man die Platte noch mit dünnem, oberflächlich schwarz oxydirtem Kupferblech und falzt dieses an den Rändern gehörig um. Jetzt erhitzt man die so vorgerichtete Kupferplatte bis zum Rothglühen und walzt sie sofort, u. zwar so lange, bis die Platte ungefähr ihre doppelte Länge erreicht hat. Die Kupferumhüllung wird nun abgezogen, das jetzt schon fest plattirte Blech schwach ausgeglüht und unter zeitweiser Wiederholung des Ausglühens so lang und dünn gewalzt, wie es verlangt wird. — 2. Doubliren des Silbers. Die Oberfläche des zu platinirendenGegenstandes muß vollkommene Metallität besitzen. Am besten erreicht man dies, wenn man die ganze Oberfläche mit einem guten Zieh-od. Schabeisen unmittelbar vor dem Platiniren abzieht. Uebrigens gilt auch bei dem D. des Silbers das Verfahren sub 1.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 173Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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