Kupferstich, w., frz. gravuré f. en cuivre, engl. cOopper-plate, 1. Ueber die Regeln bei Aufhängung und Einrahmung derselben s. d. Art. Bild, Bildergallerie, Bilderrahmen etc. — 2. Ueber Kopirung von Keen auf Zeuge s. d. Art. Kopie C. — 3. Ueber Reinigung alter Kee s. d. Art. Flecke. — 4. Um Kie auf hölzerne Oberflächen überzutragen, wird das Holz (Roßkastanie, Ahorn, Linde etc.) eben gehobelt und eine dünne Schicht vom besten Leim aufgetragen. Nach vollständigem Trocknen reibt man das Holz mit Schachtelhalm od. Glaspapier vollkommen eben ab, dann werden 3—6 Schichten von weißem Alkoholfürniß sauber aufgelegt nach jedesmaliger völliger Abtrocknung. Nun schneidet man die Ränder des Kupferstiches dicht ab u. legt denselben mit der Abbildung nach unten auf einen saubern Tisch, befeuchtet ihn mit einem Schwamm, legt ihn dann zwischen zwei Blätter Löschpapier, worauf man abermals eine Lage Firniß auf das Holz bringt, und ehe Oliothek Heidelberg dieselbe getrocknet ist, erst den einen Rand des K.s auf das Holz bringt, den entgegengesetzten Rand in die Höhe hält und dann allmählich über die Rückseite des Stiches wischt. Dann legt man einen trockenen Bogen Papier darauf und überfährtmiteinem leinenen Lappen jede Stelle, so daß das Blatt ganz dicht aufliegt. Um das Papier los zu bekommen, befeuchtet man es, und schält es, am besten mit den Fingernägeln od. einer weichen Bürste, ab. Beim Trocknen wird nun die Zeichnung durch die bleibende dünne Papierschicht verdeckt werden; diese wird aber durch eine neu aufgesetzte Firnißlage ganz durchsichtig. Sollten sich etwa kleine Stellen der Zeichnung abgelöst haben, so müssen diese mit seinem Lampenrußschwarz und Gummiwasser retouchirt werden. Ist die letzte Firnißschicht vollkommen trocken, so werden die etwa hervorstehenden Papiertheilchen beseitigt u. das Ganze mit Schachtelhalm polirt, welcher 3—4 Tage in Olivenöl eingeweicht worden war. Man beseitigt das Oel mittels eines feinen Läppchens und dann noch durch Bestreuung mit Stärke oder feinem Puder, welcher dann mit einem feinen wollenen Lappen abgewischt wird. Hiernach setzt man noch 3—4 Firnißlagen darauf. Ist die letzte vollständig trocken, so wird die Oberfläche mit einem feinen wollenen Tuchlappen und feinster geschlämmter Kreide od. präparirtem Hirschhorn polirt. — 5. Um Kie in ihrer natürlichen Lage auf Holz zu setzen, befeuchtet man ein Stück dickes Zeichnenpapier u. giebt ihm 3—4 Lagen dünnen Leim. Hierauf präparirt man das Papier durch mehrere Lagen Weinsteinfirniß, legt nun den Druck auf u. verfährt wie oben bis zu dem Punkt, wo das letzte Oel mittels Stärke beseitigt wird. Nachdem das Holz durch eine Lage Leim u. durch mehrere Lagen Firniß vorbereitet, auch eine frische Lage Firniß aufgebracht worden ist, wird das Zeichnenpapier mit dem darauf übertragenen K. dicht u. vorsichtig auf das Holz aufgelegt etc. Ist der Firniß vollständig hart geworden, so befeuchtet man das geleimte Papier mit warmem Wasser durch einen Schwamm u. löst es ab. Der Leim läßt sich von der gefirnißten Fläche leicht beseitigen. Das Ganze wird dann wie oben polirt. — 6. Verfahren, um Kee auf Glas abzudrucken, s. d. Art. Glasmalerei.