Dreschtenne, k.,frz. aire f. de la grange, engl.trashing floor, barn-floor, span. era, lat. area, der zum Ausdreschen des Getreides dienende, in der Regel die ganze Tiefe der Scheune haltende Raum, welcher, zwischen den Bansen (s. d.) liegend, bei einfacher Bahn 33 ½ m., bei doppelter Bahn 4—5 m. breit, u. dessen Boden, die eigentliche Tenne, mit Lehm auf folgende Art ausgeschlagen wird: gehörig gereinigter, angenäßter und durchtretener Lehm wird 16—18 om. hoch aufgetragen, angefeuchtet u. mit breiten Schlägeln festgeschlagen; ist diese erste Lage trocken, so bringt man eine zweite auf dieselbe auf, schlägt sie fest und bringt nach dem Trocknen dieser Schicht eine dritte auf, welche man, um das Aufreißen der Tenne zu verhindern, entw. mit Rindsblut od. mit Theergalle anfeuchtet, worauf man sie gleichfalls festschlägt, so daß das Ganze 25—28 em. hoch wird; hierbei rechnet man auf 15 qm. Tenne ½ kKbm. gegrabenen Lehm, ½ Tonne Theergalle; hier u. da übergießt man die fertige Tenne nochmals mit Theer u. rechnet auf eine Tenne ungefähr ¼/ Tonne Theer. Andere Verfahrungsweisen s. in Art. Aestrich 1u. 3. In der Neuzeit sind die Den vielfach durch Anwendung der Dreschmaschinen unnöthig geworden. Letztere wirdentweder durch Dampf od. durch einen Pferdegöpel getrieben; ihre HEIDELBERG O Universitatsb Konstruktionsweisen sind zu verschieden, um sie hier anzuführen; s. übr. d. Art. Scheune. Drefekammer, Dräse- oder Tresekammer, k., deutsches Wort für Sakristei (s. d.). Dressage, m., frz., das Zurichten, Einrichten, Abrichten, Aufstellen, Montiren etc. Aressed, adj., engl., 1.(Steinm.) abgespitzt, bossirt. — 2. Verziert, gegliedert, verkleidet.