FeedDrehbank
TechnikBau-Lexikon 1881

Drehbank, Drechselbank, Dresselbank, k., frz. tour, m., von! engl. turners lathe, ital. tornio, span. torno. Die mecha-a auc nische Aufgabe beim kreisförmigen Drechseln besteht eigent⸗ Spin lich blos darin, das zu bearbeitende Stück in gleichmäßigvon drehende Bewegung zu setzen u. den Drehstahl, frz. coutean Schn du fourneur, engl. slide-rest-tooh oder Drehstichel, franz. Tritt burrin du tourneur, engl. turning-graver, dagegen zu Die“ halten. Will man oval drehen, so muß der Gegenstand bei (Kör der Umdrehung zugleich seine Achse wechseln. Eine gut gespe konstruirte D. aber dient sowohl zum Abdrehen wie zu Eink Herstellung ebener, konkaver und konvexer Flächen und Anzi zum Ausdrehen u. Bohren. 1. Fußdrehbänke. Fig. 1457 werd iebt die Ansicht, Fig. 1458 den Durchschnitt (nach der Spin Linie A B) einer solchen in ½ der natürlichen Größe, den Fig. 1459 den Reitstock (e Fig. 1457, nach OD durchge-nöth schnitten) in ½¾½% natürlicher Größe, Fig. 1460 denselben Bei im Längendurchschnitt, Fig. 1461 den Durchschnitt der Vor Vorlage oder Auflage (K Fig. 1457 nach der Linie EF); halte der Kranz e des Schwungrades und das Trittbret g sind Arn Holz, alles Uebrige von Eisen, doch kann das Gestell ich von Holz gemacht werden; b heißt Spindeldocke, ndelstock, Spindelkasten, d sind die Riemenscheiben, wo die Riemen auf das Schwungrad e gehen; die wungradwelle k wird durch i mit dem um hdrehbaren ttbretgin Verbindung gesetzt; Listein Werkzeugkasten. Arbeitsstücke werden nun entweder zwischen die Spitzen rner) der Spindel und des verschiebbaren Reitstocks annt oder nur an einem Ende in der Spindel mittels ik. klemmung in Klemmfutter od. in Patronen durch die ziehbolzen befestigt, welche auf die Spindel aufgeschraubt den, während die Mitnehmerscheibe, welche, an die ndel angeschraubt, mittels des Mitnehmerstifts sowohl Mitnehmer als das von ihm umfaßte Arbeitsstück higt, die drehende Bewegung der Spindel mitzumachen. Abdrehung langer eylindrischer Gegenstände ist die rlage, auf welche man den Drehstahl, ihn mit der Hand dend, aufstützt, nicht genügend, selbst wenn noch ein neisen angebracht ist, u. tritt dann an deren Stelle ein it / mothes 1882bd2/0188 Support, auf welchen der Drehstahl befestigt wird. Er t besteht (s. Fig. 1462) aus einer Grundplatte a und zwei Schlitten, die sich rechtwinklig zu einander verschieben lassen, so daß der parallel zur Spindelachse verschiebbare; Schlitten kauf dem andern e mittels des Ständers e steht u. zugleich das Stichelhaus enthält, in welchem der Drehstahl sitzt. Fig. 1462—1465 ist ein solcher Support in der natürl. Größe nach Wiebe's Handbuch der Maschinenkunde; Fig. 1462 in Vorderansicht, Fig. 1463 im Grundriß, Fig. 1464 in Seitenansicht dargestellt; Fig. 1465 zeigt den oberen Schlitten im Durchschnitt (½/ der nat. Größe), kist mittels der Schraube g, o mittels der Schraube b verwird die Spindel gewöhnlich durch eine Riemenscheibe von der Hauptbetriebswelle aus gedreht, und zwar rechnet man beim Abdrehen von Schmiedeeisen 4, —7, m., von Stahl 2,—3 m., von hartem Gußeisen , —1 und von weichem Gußeisen 3—6 m. Peripheriegeschwindigkeit in der Sekunde. Man regelt dieselbe je nach dem Durchmesser der Arbeitsstücke mittels Riemenscheiben von veränderlichem Durchmesser (Stufenscheiben, e in Fig. 1457) oder durch Rädervorgelege, s. Fig. 1466; die zusammengegossenen Stufenscheiben a stecken lose auf der Spindel b, sind aber mit dem Trieb e fest verbunden und drehen sich also mit diesem; das Zahnrad dhingegen ist auf der Spindel festgekeilt; bei kleinerem Durchmesser des Arbeitsstücks. wo man meist raschere Spindeldrehung wünscht, kuppelt man das Zahnrad d mit der Stufenscheibe àa durch den Stifte. Bei größerem Durchmesser des Arbeitsstücks zieht man e aus und bringt e mit dem auf der parallelen Welle sitzenden Vorlagsrad g in Eingriff. Wenn nun a durch den Treibriemen in Umdrehung gesetzt wird, dreht sich mit a auch e lose auf der Spindel, setzt g in Umdrehung u. dadurch auch den Trieb h, welcher und damit b in langsamere Umdrehung setzt. Den Support bringt man zum stetigen Vorrücken durch eine Zahnstange mit Getriebe od. durch eine Schraube, oder auch durch Riemenscheiben von der Spindel aus; gewöhnlich sind an den Drehbänken beide Vorrichtungen angebracht, um jede derselben je nach Bedarf benutzen zu können. Die Drehbänke sind häufig noch mit Vorrichtungen versehen, um sie zum Fräsen, Plandrehen, Bohren etc. benutzen zu können. Wenn z. B. HEIDOELBERG O Universitatsbi der Support sich nicht parallel mit der Spindelachse, sondern winkelrecht gegen dieselbe verschiebt, so kann man das Arbeitsstück am Support und das Schneidezeug, z. B. die Fräse, an der Spindel befestigen und so eine ebene Fläche abfräsen. Aehnlich ist die Verwendung zum Ausbohren etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 178Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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