Durchbrechung, f., frz. découpure f. au jour, évidement, ouvrage m. à jour, engl. open worked, open, clear work, pinking through, carved work, 1. s. v. w. durchbrochene Arbeit. — 2. Der wirklich durchlöcherte Theil derselben, auch Durchbruch gen. — Durchbrochene Arbeit kommt fast in allen Stoffen in Anwendung, bes. bei Geländern etc. a) Blech; zum Durchbrechen desselben haben die Klempner besondere Werkzeuge, Durchbrechmeißel od. Ausschlagpunze gen., eine Art scharfer Stempel, der gleich die Gestalt der gewünschten D. hat. b) Stein; nicht jeder Stein ist dafür zu gebrauchen; derselbe muß, wenn er durchbrochen werden soll, nicht zu hart, aber feinkörnig, dicht im Gefüge u. gleichmäßig, frei von Metalladern etc. sein. o) Bei gegossenen od. weich geformten u. dann gebrannten Arbeiten hat man bes. darauf zu sehen, daß die stehenden Theile nicht zu dünne Stellen haben, weil an solchen Stellen beim Erkalten des gebrannten, resp. gegossenen Stoffes leicht ein Abreißen stattfindet. d) Bei Anordnung durchbrochener Arbeiten sehe man darauf, daß die Dien gleichmäßig vertheilt sind, weil sonst die Ansicht des Ganzen leicht unruhig wird; durchbrochene Arbeiten, die sich gegen den Himmel absetzen, müssen stets auch in der Silhouette der D.en ein gewisses System befolgen.