FeedDüngerstätte
AllerleiBau-Lexikon 1881

Düngerstätte, Düngergrube, f., Düngerhof, frz. mare, f., pailler, paillier, tas de fumier, m., retraite, f., engl. dung-yard, dung-pit, span. basurero, eine am besten ausgemauerte Vertiefung zu Aufnahme des Düngers. 1. Bei landwirthschaftlichen Anlagen wird sie meist im Hof nahe d. Ställen angebracht; darf nichtzu tief liegen, sondern man muß hineinfahren können; in der Regel wird sie mit einem Geländer, besser mit einer ziemlich 1 m. hohen festen Barrière umgeben; der flüssige Theil des Düngers wird von ihr in die Jauchengrube abgeleitet; sie muß so groß sein. daß sie höchstens alle Vierteljahre geräumt zu werden braucht. Es ist zwar sehr gewöhnlich, aber aus vielen Gründen nicht zu empfehlen, sie zugleich als Viehhof zu benutzen. Geschieht dies nicht, so kann man sie aus dem Hof hinter die Stallgebäude verlegen. — 2. In Gärten ein besonderer Platz zu Bereitung guter Erde aus Dünger u. schlechter Erde, auch Komposthof gen.; derselbe muß versteckt liegen, geräumig genug und nach den speziellen Anforderungen des betr. Gärtners eingerichtet sein. — 3. Bei Wohngebäuden müssen die Mauern derselben möglichst wasserdicht hergestellt werden; s. Abtrittsgrube u. Latrine.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 188Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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