FeedDurchschlag
TechnikBau-Lexikon 1881

Durchschlag, m., 1. ein durch stehendes Wasser geführter Damm; der B. muß einen Durchlaßgraben mit Durchlaßbrücke haben, damit das Wasser auf beiden Seiten in Verbindung bleibt. — 2. Auch Senkstift (s. d.), frz. kraise, engl. countersink, eisernes Stäbchen, zum Versenken (s. d.) der Nägel dienend. — 3. frz. découpoir, engl. punch, auch Ausschlageisen gen., Werkzeug zum Durchlochen von Eisen. a) Für Blech. Hier wird der D. mit der Linken gehalten, während die Rechte den Hammer führt, der auch D. genannt wird, frz. chasse à percer, engl. drift. Fig. 1495 A B stellt zwei solche Durchschläge in / natürlicher Größe dar. b) Für Eisen. Dies wird meist warm durchlocht; hier haben die Durchschläge oft einen Stiel, damit der Arbeiter entfernter stehen kann. Fig. 1496 & und B sind solche mit Stiel, Ou. Dohne Stiel, alle ) nat Größe. — 4. s. v. w. Durchwurf (s. d.). — 5. (Bergb.) die Oeffnung, in der sich zwei Oerter vereinigen. — 6. s. v. w. Durchstich (s. d.). durchschlagen, 1. intr. Z. Das Senken der Balken und Decken, wenn es so weit geht, daß das Mäß der Senkung mehr beträgt als die halbe Stärke des Balkens; man vermeidet dies am besten durch genügende Balkenstärke; ist diese nicht zu erreichen, so kann man durch doppelte Stakung und Andreaskreuze das D. zum Theil verhindern. Bei Ausbesserungen sind die durchgeschlagenen Balken in die Höhe zu schrauben u. durch zwei an jeder Seite angelegte Bohlenstücke, welche nach der Mitte gegen einander anstreben und mit den Balken selbst verbolzt sind, zu verstärken. — 2. Durchdringen von Feuchtigkeit durch Wände, s. Feuchtigkeit. — 3. trans. Z. (Bergb.) durchschlägig werden, durchörtern, durchgueren, frz. desserrer un pilier, percer le terrain, engl. to hole a post, to cut a cross, mit zwei gegen einander getriebenen Oertern zusammentreffen. durchschleusen, trs. Z., frz. éoluser, engl. to pass a boat trough a lock, so viel wie Schiffe, Kähne etc. nach Oeffnung der Schleusenthore in einem Kanal, in eine andere Schleusenkammer passiren lassen. [v. Wgr.)

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 189Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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