eisen, beine schmiedeeiserne Zugstange. d) Dechen. J. Figur 1547 bis 1549 stellen eine Decke aus Eisen u. Beton nach Fairbairns Konvon Walzeisen, e Blechtafeln, die den Intrados des Gewölbes bilden, d Verstärkungsrippen an den Stößen der Blechtafeln, e Beétonguß, f Fußbodenlager. — 2. Pariser Balkendecke von Eisen U. Ziegeln, s. Fig. 1550. Zwischen die Walzeisenbalken, welche um ½o ihrer Länge aufwärts gekrümmt werden und ca. m. von einander liegen, werden in Abständen von 0,3 —m. Quadrateisen a eingelegt (1 em. stark): mit den Balken schwache Eisenhohle Ziegel b, unten kommt dann Aestrich. — 3. Pariser Balkendecke Fig. 1551 und 1552; à sind Querliegende und init ihnen durch Draht-Längstangen. Auf eine unterge-Interimsverschalung wird nun Gipsbrei die Balken kommen Fußbodenlager Eisentheile müssen durch Austrich vor Gips gewahrt werden.— 4. Eisendecke 1553 u. 1554. Die Balken liegen 1 aus einander, die Querstangen a sind in gußeiserne Flanschen b eingesetzt u. durch einen Vorstecker verwahrt; sonst wie oben. Bei Tragweite von 3—3½ m. müssen die Eisenbalken 10 em. hoch sein, bei 3½ 4%½ m. 12½ em., bei 4½ — 5½ m. 14 cm. etc., bei 78 m. 22½ em., nie aber unter ¼ der Länge. — 5. Englische Eisendecke nach Fox u. Barrett (s. Försters Bauzeitung 1854), Fig. 1555. Entfernung der Balken b(bei Spannweite bis zu 6 m.) 63 bis 66 em. Bei größerer Spannweite ruhen die Balken h auf Trägern a; auf die Unterrippe von b legen sich Holzlatten e oder Drainröhren, d'ist Mörtelausfüllung, die sich zwischen edurchdrückt und unten verputzt wird, é ist Grobmörtel f sind die Lagerhölzer, g die Dielung. — 6. Ganz eiserne Decke s. d. Art. Decke B. J. 1. S. 143. — 7. Decke aus Eisen und Holz s. daselbst 2. — 8. Decke aus Eisen und Stein s. daselbst 3.— 9. Decke mit Benutzung des Trägerwellblechs s. daselbst 2. e) Dachungen; die neueste Zeit bringt fast in jeder Woche neue Konstruktionsweisen für Eisendachungen, so daß es unmöglich sein würde, in dem Rahmen eines Lexikons das Thema nur einigermaßen zu erschöpfen. Das Nothwendigste s.in d. Art. Dach IV., Eisendachung, Gewächshausetc. 1) Dachdeckungen, darüber s. d. Artikel Eisendach und Dachdeckung A. IV. g) Gitler, Geländer, Thore etc., s. d. betr. Art. h) Fensterrahmen. Schmiedeeiserne, bes. aber gußeiserne Fensterrahmen sind nur da anzuwenden, wo keine aufgehenden Flügel nöthig sind; in bewohnbaren Räumen sind die-I selben durchaus nicht zu empfehlen, namentlich wegen der bedeutenden Zusammenziehung, die das Eisen durch die Kälte erleidet, und welche vorzüglich beim Gußeisen leicht Zerreißen einzelner Sprossen, Zerdrücken der Fensterscheiben, wenn sie scharf eingespannt sind, dagegen Abreißen des Hittes und Zugluft bei lockerer Einspannung nach sich zieht. Die Fabriken empfehlen oft sehr dringend Eisenfenster mit Drehflügeln, Klappflügeln etc. in allerlei Konstruktionsformen mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß alle bisher an Eisenfenstern hervorgetretenen Uebelstände bei diesen Fenstern vermieden seien. Man wende aber nie derartige Fenster ohne vorhergegangene sorgfältige Prüfung an. i) Ornamente werden ebenfalls sehr häufig in Eisen ausgeführt, dabei wird aber vielfach der Fehler gemacht, daß man auf die Eigenschaften des Eisens nicht genügende Rücksicht nimmt. Bei durchbrochenen Füllungen in Gußeisen namentlich sollen alle Ranken möglichst von gleicher Stärke, alle Berührungspunkte der einzelnen Ranken re. möglichst in gleichen Abständen sein, damit nicht beim Erkalten des Gusses ein Zerreißen eintritt. 4) Geräthe und Möbel werden in Gußeisen sowie in Blech, neuerdings auch sehr geschmackvoll in Stabeisen oder aus röhrenförmigen Eisenstäben, verbunden mit Drahtgeflecht, gefertigt. Bei Gußeisen tritt oft die Sprödigkeit desselben dem Gebrauch solcher Geräthe sehr störend in den Weg, u. um sie einigermaßen haltbar zu machen, müssen sie sehr schwer gemacht werden. ) Eiserne Oefen, s d. Art. Ofen. m) Fenster- und Chürgewände von Gußeisen sind in steinarmen Gegenden jedenfalls mehr zu empfehlen, als dergleichen aus Gips gezogene, müssen aber, wie überhaupt alle eisernen Bautheile, stets gut in Anstrich gehalten werden. Ihre Anwendung wird übrigens, wie bei Ornamienten etc., nur dann von Nutzen sein, wenn von einer u. derselben Form so viele Stücke gebraucht werden, daß die Anfertigung der Formen und Modelle sich rentirt. nn) Eiserne Creppen sind für viele Zwecke sehr zu empfehlen; über ihre Konstruktionsweise etc. s. d. Art. Treppe. 0) Eiserne Abtrittsaruben wurden in den letzten Jahren sehr warm von den technischen Zeitschriften empfohlen u infolge dessen auch vielfachangewendet. Es haben sich aber an den vor wenigen Jahren ersteingebrachten eisernen Grubeneinsätzen häufig Schadhaftigkeiten eingestellt, daß wir nicht pvermögen, dieser Empfehlung allenthalben beizupflichten. S. übrigens d. Art. Abtrittsgrube. Eisenbeize, (.,s. Beize 6, 7, 10, 35, 37, 39, 56, 58, 59, 82, 90, 94, 96. Eeisenbeschlag, m., frz. kerrure, garniture f. de fer, engl. ferrel, iron-furniture, s. d. Art. Beschläge. Eisenblau,‚ n., frz. ker phosphaté, engl. phosphate of iron (Mineral.), besteht aus 4—4 ½ Eisen, 2—3 Phosphorsäure, 2—3 Wasser u. etwas Thon, kommt krystallisirt vor, wird durch Flußspat geritzt, giebt auf dem Strichlichtö blaues Pulver, wiegt 2½ —3, wird durch Glühen roth, in Oel schwarz, löst sichin Säuren. Arten sind: a) Spatiges E. (Eisenblauspat), Vivianit, erscheint in indigblauen, auch in graulichweißen, meist nadelförmigen Krystallen auf Kupfer⸗ u. Zinnerzgängen od. auch kugelig u— drusig, blau, ins Schwarze übergehend, hat Perlmutterglanz. b) Faseriges E., hat Seidenglanz, ist undurchsichtig, faserig, weich, kommt mit Hornblende vor. e) Erdiges E. ö (Eisenblauerde, Blaueisenerde), staubartig, matt, undurchsichtig, färbt ab, ist indigoblau. Vgl. auch d. Art. Eisenerde. Eisenblech, n., frz. fer en lames, engl. iron-plate, sheet-iron, ital. piastra di ferro, span. hoja de lata (dünnes palastro), s. d. Art. Blech A. Außer dem dort Gesagten ist noch Folgendes zu bemerken: zähes, weiches