FeedEisen
NaturlehreBrockhaus 1882

Eisen, galvanisiertes, richtiger verzinktes Eisen (frz. fer galvanisé, fer zinqué; engl. galvanized iron, zinked iron), durch Eintauchen in geschmolzenes Zink, nicht aber, wie öfters angenommen wird, auf galvanischem Wege, mit einer Schicht dieses Metalls überzogenes Eisen. Die Benennung agalvänisiertes Eiseno rührt von derjenigen Eigenschaft des Zinks her, der zufolge der aus demselben hergestellte Überzug die Fähigkeit erlangt, das Eisen gegen Rost zu schützen. Beim Verzinken des Eisens ist nämlich das Zink der positive, das Eisen der negative Pol der durch die Berührung beider Metalle gebildeten galvanischen Kette, und es muß daher bei einer durch den elektrischen Strom bewirkten Zersetzung von Wasser der Sauerstoff desselben sich am Zint abscheiden, wodurch bis auf eine gewisse Entfernung selbst an den vom Zink frei gebliebenen, resp. durch Abnutzung entblößten Eisenteilen eine Oxydation nicht stattfinden kann. Das Verzinken erfolgt in der Weise, daß die betreffenden Gegenstände, nachdem sie blank gebeizt und durch Scheuern oder Kratzen von dem noch anhaftenden Oryd befreit sind, in Kalkwasser getaucht, getrocknet, erwärmt und in ein Zinkbad gebracht werden. Für das Verzinken von Blechtafeln wird ein Walzwerk benutzt, dessen Walzen innerhalb des geschmolzenen Zinks rotieren. Mit Rücksicht auf die erwähnte Eigentümlichkeit des Zinks findet das galvanisierte

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 853Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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