Fachwerksbau, m., frz. batisse f. en cloisonnage, construction en colombage, engl. framed building, square-framed building. Der Fachwerksbau wird schon im 6. Jahrh. erwähnt, zunächst mit nur viereckigen Fächern, engl.square-framed building, erst im 13.Jahrh. kamen die Bänder hinzu; die Fache wurden besein Thüringen vom 14.—I8. Jahrh. mit scharf auf einander gepaßten u. auf einander gedobelten Klötzen ausgelegt(engl. Whooletimber), od. die Klötze wurden lothrecht eingesetzt (halbes Reißwerk, engl. halEskotch-work, bes. im 15. u. 16.Jahrh. in England, Schottland u. Norddeutschland), od. die Fache wurden ausgestakt( Bleichwand, Stakwerksbau, frz.clayonnage, engl. half-timber, nogged work, lat. paries crati-Cius); od.endlich, sie wurden mitHausteinen, Lehmsteinen od. Backsteinen ausgesetzt (engl. brick-nogged-work). Dieses Fachwerk entwickelte sich im 15. Jahrh. durch geschnitztes Holzwerk u. gemusterte Aussetzung zu hoher Schönheit u. war früher ungemein verbreitet; jetzt wird es nur noch in sehr holzreichen Gegenden oder zu leichten Landhäusern, Schuppen, provisorischen Gebäuden etc. angewendet, ja in den meisten Orten von der Behörde nicht mehr gestattet. HEIDOELBERG O Universi Fachwerksbrücke‚ k., pont m. de grillage en bois, esengl. trussbridge, amerikanische Gitterbrücke von Holz, „s. d. Art. Brücke. rFaeing, s., engl, die Bekleiduug, Verblendung, An⸗ .] blendung. „Facing-brick, s., engl., der Blendziegel. PFaeing-sod, 8., engl., der Deckrasen. tFaeing-stone, s., engl., Blendstein, Blendplatte. Facit, n.j heißt das Resultat einer numer. Rechnungseaufgabe, in der Einheit ausgedrückt, nach welcher in der „Rechnung gefragt wird. Häufig auch „Resultat“ genannt. eFacke, f., frz. maille, jedenfalls aus Fach entstanden „(Schiffb.). So heißen die Zwischenräume zwischen den „Spanten; sie werden bei Kriegsschiffen, wo sie blos 15bis 30 em. breit sind, über dem Wasser, sowie circa 1 m. unter Wasser, mit Holz ausgefüllt, um den Kugeln besser zu Fatkel, f., s. in M. M. a. W. Fackelkohle, f., s. Candle-coal. Facçon, f. frz., I. die Form, Gestalt, f. de batir, s. Bauart. — 2. Macherlohn, Arbeitslohn. — 3. (Schiffb.) der Schnitt, Belauf des Schiffs. Faxondraht, m., Faconeisen etc., u., s. d. Art. Formfaconné, adz., frz., fagonnirt, gemustert, dessinirt etc. fagonniren, trs. Z., s. v. w. gestalten, formen. Eine zweckmäßige Maschine zum Fagçonniren der Enden von Stäben aus Holz etc. besteht in der Hauptsache aus einem gewöhnlichen Drehspindelstock, nach Arteiner jeden Drehbank durch ein Trittbret od. dgl. in Bewegung gesetzt. Die ö ö zu bearbeitenden Gegenstände werden jedoch nicht, wie dies bei der gewöhnlichen Drehbank der Fall ist, auf der Spindel befestigt, sondern die drehbare Spindel ist mit einem Kopf versehen, welcher den schneidenden Faconstahl trägt, während die zu bearbeitenden Gegenstände mit der Hand gehalten werden. Beim Gebrauch dieser Maschine hat man blos den zu fagonnirenden Stab in die Bohrung des Kopfes, deren Durchmesser jedoch nicht größer sein darf, als der Stab stark ist, einzuführen, und durch den Hebel den Stahl langsam herabzudrücken.