Flechtwerk, n., 1. frz. clayonnage, m., engl. basketwork, wicker-work, Geflecht zu Bekleidung von inneren Brustwehrböschungen bei ¾/ Anlage, von Traversenböschungen etc.,s. Festungsbaukunst.[Pte.] —2.Bekleidung von Deichen mit um Pfähle geflochtenen Weiden, s. Flechtzaun. — 3. frz. entrelacs, nattes, treillis, engl. trellis, mat-Work, geflechtähnliches Ornament, bes. im romanischen u. normannischen Stil häufig als Ausfüllung von langen Streifen; in der römischen Antike in Friesen, an Pfühlen, Rundstäben etc. Clechtzaun, frz. clayonnage, m., engl. wicker-fence. Man gräbt in Entfernungen von 0,3 — 0, o . etwa 1½½m. lange Pfähle, 7—9em. stark, 90 ein. tief ein, und flicht sie mit Strauchwerk, mit lechtrohr, frz. rotin, oder mit Flechtweiden, frz. osier, aus. Dienen bes. zu Einzäunung von Gärten; als Uferbau (s. d.) zum Schutz des Böschungsfußes;z als Querschwelle (s. d.) auf Flußsohlen, um dieselben in normaler Höhe zu erhalten; als Schutzzaun gegen Schneewehen an Eisenbahnen u. Hohlwegen. Flechtzäune am Uferfuß sind gewöhnlich kleiner wie oben angegeben u. werden zum Theil in den Boden eingelassen. v. Wagn. Fleck, m., srz. tache, engl. stain. Es giebt kein Universalmittel, um Fle von der Oberfläche eines Gegenstandes zu entfernen. Das zu Vertilgung anzuwendende Mittel richtet sich vielmehr nach der Art des Fes. Schwefelung (Schwarzwerden), Einwirkung von Säuren u. dgl. entstehen, weichen entweder den gewöhnlichen Putzumd Polirmitteln oder können durch bes. Auflösungsmittel beseitigt werden. — 2. Die Flecke auf Holz und Geweben rühren entweder von fremden Körpern her, welche auf der Oberfläche haften oder tiefer eingedrungen sind, od. es sind Farbenzerstörungen od. Farbenveränderungen auf gefärbten Unterlagen. —3. Ueber die Beseitigung der Fettflecke s. d. Art. Fett. — 4. Für frische Theer⸗ u. Oelfirnißflecke gelten im allgemeinen dieselben Regeln: Aether, Benzin, Terpentinöl leisten auch hier die besten Dienste. Sind die Feeingetrocknet, so weicht man sie durch Einreiben von Butter oder Baumöl auf u. entfernt dann die weiche Schmiere mit Bolus oder Seifenspiritus. der wiederholten Behandlung mit Alkohol od. Aether. — 6. Rost⸗ und Tintenflecke entfernt man meist durch Säuren, welche das Eisenoxyd der ersteren oder das gerbsaure Eisenoxyd der letzteren zu lösen im Stande sind. Man kann sehr verdünnte Salz⸗ oder Schwefelsäure anwenden oder die befleckten Gegenstände mit Pflanzensäuren, wie Weinsäure, Oxalsäure etc., behandeln. Meist genügt starke Lösung von kleesaurem Kali. Noch besser wendet man eine Auflösung von Zinnsalz an. — 7. Vergilbte Kupferstiche, alte Drucke und dergl. lassen sich nach einem der Rasenbleiche ähnlichen Verfahren wieder herstellen, indem man die Blätter auf ein Bret spannt, mittels eines Schwammes mit destillirtem Wasser feucht macht und naß dem Sonnenlicht aussetzt. Diese Manipulation muß man mehrere Mal wiederholen. Schnellere bleichende Wirkung cuf vergilbte Kupferstiche oder altes Papier hat eine verdennte, mit Essig angesäuerte Chlorkalklösung. Man legt dafleckige Papier in eine filtrirte klare Lösung von 1 Th. Chlorkalk u. 20 Th. Wasser und setzt vorsichtig Essig hinzu; nach ½ Stunde sind meist die Fre verschwunden, der Grund weiß. Wenn die Blätter aus der Lösung genommen werden, müssen sie oft mit reinem Wasser abgewaschen werden, bis aller Chlorgeruch aus dem Papier entfernt ist. Cleckschiefer, m., s. Fruchtschiefer.