Fetisch, m., frz. ketiche, m., vom portugiesischen fetisco, Zauberblock. Der Fetischismus, die Klotzanbetung, ist die niedrigste Art des Götzendienstes. Die höchste Ausbildung u. Veredelung desselben ist der Bilderdienst. Von künstlerischen Formen ist zwar bei dem rohen Fetischismus noch nicht die Rede, Fig. 1716. dennoch ist er als erster Anfang u. Keim der bildenden Künste zu betrachten.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 321Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei