FeedZaun
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Zaun, m., franz. clôture, engl. kence, Befriedigungswerk, dafern dasselbe nicht dicht, sondern durchsichtig ist; 1. lebendiger Z., franz. haie vive, engl. quiokset hedge, s. v. w. Hecke; das beste Material dazu ist, da er dem Angriff des Viehes nicht ausgesetzt ist, der Weißdorn; er läßt sich auch glatt und regelmäßig unter der Schére halten; nächst ihm kommen Zwetschengesträuch, Schlehen⸗ oder Schwarzdorn, dann Buche, Ginster (spanisches Geniste), Fichte etc. — 2. Codter Z., franz. haie morte, engl. made hedge, deadhedge, a) Ruthenzaun, frz. haie de perches, engl. fence of rods, Flechtwerk von Weiden⸗, Erlen-oder Haselruthen, welche, schräg in die Erde gesteckt, kreuzweis verflochten und oben umgebogen, beim Begrünen ziemlich dicht und auch beschneidbar werden, so daß sie allmählich sich in einen grünen Z. verwandeln; b) Pfahlzaun, franz. baie de pieux, palissade, engl. palisade, paling; die stärkeren Zaunpfähle oder Steinpfeiler, in 2, —3m. Entfernung eingesetzt, werden durch drei Querriegel verbunden Und aufrechte Bohnenstangen, junge Nadelholzstämme etc. hindurchgeflochten; e) Korbzann, Elechtzaun; eine dichtgesetzte Reihe Pfählchen werden oben durch Weidenflechtwerk mit einander verbunden (fault sehr leicht von unten auf; d) Lattenzaun, s. d. Art. Spalier und Staket. Sehr leichte und zierliche dergleichen liefert C. Schließmann in Kastel-Mainz; o) s. Geschräge. Baundiele, f., s. Bret und Schwarte.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 499Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Pflanzenreich 6