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BaukunstBau-Lexikon 1881

Verkleidung, Bekleidung, f., frz. déguisement, engl. disguise, lining. A. Das Verkleiden, Bekleiden, Bergen, d. h. das Belegen eines Baukörpers mit einer Hülle aus anderem Material, verkleidungsmaterial, geschieht zu verschiedenen Zwecken und diesen entsprechend auf sehr verschiedene Weise. 1. Beim Hochbau mit Gips, Kalk, Steinplatten, Blendsteinen, Täfelwerkre., Mauer-od. Holzwerk; s. Täfelwerk, Boiserie, Putz, Beschalung, Blendwand, Thüre etc. — 2. (Kriegsb.) mit Rasen, Faschinen, Schanzkörben, Horden, auch mit Mauerwerk, werden Böschungen von Wällen, Schanzen, Brustwehren zum Schutz vor den feindlichen Kugelnetc. verkleidet; s. d. betr. Art.—3.(Iferb.) mit Faschinen, Flechtwerk, Pfählen, auch mit Rasenstücken, pflegt man Ufer und Deiche zu belegen, um sie gegen das Ausspülen durch Wasser zu schützen. — B. frz. revstement, engl. Gressing, lat. antepagmentum, das Resultat jener Arbeit, überhaupt jede verzierende oder schützende Umgebung, besonders wo der zu bekleidende Körper benagelt wird; namentlich nennt man so die mit einfachem od. verziertem Gesims versehene aufgenagelte Einfassung von Bretern bei hölzernen Thürgerüsten, welche die Fuge zwischen Wand und Thürzarge bedeckt, dem Thürflügel Anschlag gewährt u. als Verzierung dient: s. d. Art. Thürbekleidung und Chambranle. Die V. aus Tafeln, Platten heißt franz. tablement, engl. dressing with tables, oder slabs; V. und Flügel zusammen heißt franz. kermeture demenuiserie, engl. Iiningod. wainscotting and valves.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 420Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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