Flöhe entstehen nicht, wie man ehedem mitunter annahm, aus Sägespänen u. dgl., sondern stets aus Eiern vorhandener Flohweibchen. Diese werden zu 10—20 auf einmal abgelegt; im Sommer nach 6 Tagen, im Winter nach 12, schlüpfen winzige weiße Maden aus denselben, die sich ziemlich rasch bewegen können. Sie nähren sich von allerlei thierischen Stoffen, wie sie in Kehrichtwinkeln und in unreinlichen Zimmern sich finden. Nach 10—12 Tagen puppen sie sich ein u. durchbrechen nach abermals 11 Tagen als ausgewachsene Insekten die Puppe. Reinlichkeit und Trockenhalten der Zimmer ist das beste Mittel gegen dies Ungeziefer.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 350Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei